Abdrückstopfen für Verbundrohre — wiederverwendbares Profiwerkzeug für die Druckprüfung
Der Abdrückstopfen für Verbundrohre ist ein robustes Stahlwerkzeug zum Verschließen von Verbundrohren bei der Druckprüfung — einsetzbar nach DIN 18380 (VOB Teil C, Heizungs- und zentrale Wassererwärmungsanlagen) in der jeweils gültigen Fassung. Mit integriertem 1/2″-Entlüftungsventil zum Entlüften der Anlage vor und während der Prüfung. Verfügbar in 8 Größen für die gängigen Verbundrohr-Dimensionen von 14×2 bis 32×3 mm.
Anders als die einmal verbauten und dann verbleibenden Pressfittinge ist dieser Stopfen unbegrenzt wiederverwendbar. Wer regelmäßig Druckprüfungen an Verbundrohr-Installationen durchführt, spart sich auf Dauer eine Menge Pressfittinge — und hat ein Werkzeug, das auf der Baustelle nicht zerstörungsfrei demontiert werden muss.
Aufbau und Funktion
Der Stopfen besteht aus einer baustellentauglichen Stahlkonstruktion mit umlaufender Dichtung und einem zentralen Spannmechanismus, der den Stopfen gegen die Rohrwand presst. Nach dem Einsetzen wird der Stopfen festgespannt — er hält dann auch den Prüfdruck nach DIN 18380 (10 bar Wasserdruck bei der Dichtheitsprüfung von Heizungsanlagen) sicher.
Das integrierte Entlüftungsventil in 1/2″-Größe ist ein zentrales Funktionselement: Über dieses Ventil wird die Anlage vor der Druckprüfung entlüftet — Luft im System würde die Druckprüfung verfälschen. Das Entlüftungsventil lässt sich abschrauben, sodass an seiner Stelle ein Wasserhahn, ein Manometer-Anschluss oder ein anderes 1/2″-Anschlussstück montiert werden kann. Damit wird der Stopfen wahlweise zum reinen Verschluss, zum Manometeranschluss oder zum Wasserentnahmepunkt während Spülungen.
Wann der Abdrückstopfen die richtige Wahl ist
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Druckprüfungen an Verbundrohr-Installationen: Heizungs- und Sanitärinstallation in Wohngebäuden, Bürogebäuden, Gewerbeobjekten — überall dort, wo nach DIN 18380 abgedrückt werden muss.
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Wirtschaftliche Wiederverwendung: Wer mehrfach im Jahr Druckprüfungen an Verbundrohren fährt, spart Pressfittinge — der Stopfen ist nach der Prüfung einfach demontierbar und für die nächste Anlage einsetzbar.
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Spülarbeiten: Mit abgenommenem Entlüftungsventil und montiertem Wasserhahn lässt sich der Stopfen als Wasserentnahmepunkt für Spülungen nutzen.
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Manometeranschluss: Wenn am Stopfen direkt ein Manometer angeschlossen werden soll, wird das Entlüftungsventil durch ein Manometer mit 1/2″-Anschluss ersetzt.
Typische Anwendungen
- Druckprüfung von Heizungsanlagen mit Verbundrohrleitungen nach DIN 18380
- Druckprüfung von Trinkwasser-Installationen mit Verbundrohren — wenn keine ausdrückliche Trinkwasser-Zulassung erforderlich (siehe Hinweis unten)
- Spülarbeiten an Verbundrohr-Installationen mit angeschraubtem Wasserhahn
- Manometeranschluss zur Druckkontrolle während Wartungs- und Reparaturarbeiten
- Verschluss offener Rohrenden während des Bauablaufs — bei kurzen Wartezeiten zwischen Rohinstallation und Druckprüfung
Gefahr: Bei Druckprüfungen wirken auf den Stopfen erhebliche Kräfte. Beispiel: Bei einem 25×2,5-Verbundrohr (Innendurchmesser 20 mm) erzeugen 10 bar Prüfdruck rund 0,3 kN axiale Druckkraft auf den Stopfen — bei 32×3 (Innendurchmesser 26 mm) bereits rund 0,5 kN. Druckaufbau ausschließlich langsam und kontrolliert über die Druckprüfpumpe — nicht schlagartig. Vor Druckaufbau Stopfen-Sitz prüfen, Personen aus dem Gefahrenbereich entfernen, Druckabbau-Möglichkeit bereithalten. Bei sichtbaren Beschädigungen am Stopfen oder an der Dichtung den Stopfen aussondern. Auslegung nach den einschlägigen Vorschriften der jeweils gültigen Norm.
Achtung: Vor der Druckprüfung das Entlüftungsventil öffnen, Anlage befüllen, Luft vollständig entweichen lassen, dann Entlüftungsventil schließen und Druckaufbau starten. Ohne vollständige Entlüftung verfälscht eingeschlossene Luft den Prüfablauf — bei Wasserdruckprüfungen entweichen Druckverluste sonst nicht erkennbar an die Atmosphäre, sondern werden durch Luftkompression maskiert.
Eigenschaften im Überblick
| Einsatzbereich |
Druckprüfungen an Verbundrohren nach DIN 18380 |
| Werkstoff |
Stahl, baustellentaugliche Ausführung |
| Entlüftungsventil |
1/2″ Innengewinde, abschraubbar |
| Wiederverwendbarkeit |
unbegrenzt — kein Verschleißteil |
| Anschluss am Entlüftungsventil |
Wasserhahn, Manometer oder andere 1/2″-Anschlüsse |
| Verfügbare Größen |
8 Größen, 14×2 bis 32×3 mm |
Verfügbare Größen
8 Größen für die gängigen Verbundrohr-Dimensionen. Die Maße werden bei Verbundrohren als Außendurchmesser × Wandstärke angegeben — der für den Stopfen relevante Innendurchmesser ergibt sich aus Außendurchmesser minus zweimal Wandstärke.
| Verbundrohr-Maß |
Außen-Ø |
Wandstärke |
Innen-Ø |
| 14 × 2 mm |
14 mm |
2,0 mm |
10 mm |
| 16 × 2 mm |
16 mm |
2,0 mm |
12 mm |
| 18 × 2 mm |
18 mm |
2,0 mm |
14 mm |
| 20 × 2 mm |
20 mm |
2,0 mm |
16 mm |
| 20 × 2,25 mm |
20 mm |
2,25 mm |
15,5 mm |
| 25 × 2,5 mm |
25 mm |
2,5 mm |
20 mm |
| 26 × 3 mm |
26 mm |
3,0 mm |
20 mm |
| 32 × 3 mm |
32 mm |
3,0 mm |
26 mm |
Maßgeblich für die Auswahl ist das aufgedruckte Verbundrohr-Maß, nicht der gemessene Innendurchmesser. Bei Verbundrohren in Mehrschicht-Bauweise (PE-Aluminium-PE) sind die angegebenen Wandstärken Standard, sodass die Größenwahl direkt nach Rohrbezeichnung erfolgt.
Einbau und Bedienung
Vor dem Setzen wird das Verbundrohr-Ende auf einen sauberen, geraden Schnitt geprüft — bei Verbundrohr ist das wichtig, damit der Stopfen sauber abdichten kann. Innenkanten entgraten, sodass die Dichtung nicht beschädigt wird.
Der Stopfen wird in das Rohrende eingeführt und über den Spannmechanismus festgezogen. Festigkeit handfest plus zusätzliche Spannung mit passendem Werkzeug — bis der Stopfen sicher sitzt. Das Entlüftungsventil offen lassen, bevor die Anlage befüllt wird.
Vor der Druckprüfung: Anlage über die Druckprüfpumpe befüllen. Beim Befüllen das Entlüftungsventil offen halten, sodass Luft entweichen kann. Sobald nur noch Wasser am Entlüftungsventil austritt (kein Sprudeln, keine Luftblasen mehr), Ventil schließen. Dann den Prüfdruck nach DIN 18380 oder anderer einschlägiger Vorschrift langsam und kontrolliert aufbauen.
Nach der Druckprüfung: Druck vollständig abbauen. Entlüftungsventil öffnen, sodass eventueller Restdruck entweicht. Dann Spannmechanismus lösen und Stopfen herausziehen.
Sichtprüfung vor jedem Einsatz
Vor jedem Einsatz wird der Stopfen auf sichtbare Schäden geprüft — Beschädigungen an der Dichtung, am Spannmechanismus, am Entlüftungsventil. Bei Schäden auszusondern. Anders als bei Gummi-Dichtungs-Stopfen ist die Stahlkonstruktion langlebig — der Stopfen kann viele Druckprüfungen lang halten, sofern er sorgfältig behandelt wird.
Was DIN 18380 vorgibt
DIN 18380 ist Teil der VOB Teil C (ATV) und regelt Heizungs- und zentrale Wassererwärmungsanlagen — sowohl die Ausführung als auch die zugehörigen Prüfungen. Für die Praxis relevant ist insbesondere der Prüfdruck:
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Prüfdruck Heizungsanlagen: 1,3-facher Betriebsdruck, mindestens jedoch 10 bar Wasserdruck bei der Dichtheitsprüfung — der Wert hängt von der konkreten Anlage und gegebenenfalls von zusätzlichen Vorgaben des Herstellers oder des Auftraggebers ab.
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Prüfung mit Wasser: Wasser ist das Standardmedium der Druckprüfung. Druckluftprüfungen (Voraprüfung) sind bei begründeten Fällen zulässig, aber Wasser ist der Standard.
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Prüfdauer: Mindestens zwei Stunden; während dieser Zeit darf kein Druckabfall auftreten, der nicht durch Temperaturänderung erklärbar ist.
Verbindlich sind in jedem Einzelfall die Anforderungen der DIN 18380 in der jeweils gültigen Fassung sowie weitere relevante Normen (z. B. Hersteller-Vorgaben, VDI 6023 für Trinkwasser, DVGW W 400-2 bei Trinkwasser-Druckprüfungen).
Passendes Zubehör
Für die Druckprüfung selbst empfiehlt sich eine Druckprüfpumpe — eine Druckprüfpumpe 50 bar reicht für alle relevanten Heizungs- und Sanitär-Druckprüfungen aus. Wer Manometeranschluss am Stopfen will, ersetzt das Entlüftungsventil durch ein Manometer mit 1/2″-Außengewinde.
Für die Druckprüfung an größeren Rohrleitungen jenseits des Verbundrohrbereichs sind Rohrabsperr- und Prüfblasen oder die Hochdruck-Rohrverschlussstopfen 8 bar die passende Lösung — andere Bauart, andere Nennweiten.
Alle Rohrverschlüsse im Überblick
Häufige Fragen
Was ist der Vorteil gegenüber einem Pressfitting?
Pressfittinge werden bei der Druckprüfung verbaut und müssen anschließend entweder dauerhaft im Rohr bleiben oder zerstörend demontiert werden. Der Abdrückstopfen ist wiederverwendbar: Nach der Druckprüfung wird er einfach gelöst und kann beim nächsten Einsatz wieder verwendet werden. Bei mehreren Druckprüfungen pro Jahr summieren sich die gesparten Pressfitting-Kosten schnell.
Welche Verbundrohr-Größen werden abgedeckt?
Acht Größen — die im SHK-Handwerk gängigsten Maße: 14×2, 16×2, 18×2, 20×2, 20×2,25, 25×2,5, 26×3 und 32×3 mm. Maßgeblich ist das aufgedruckte Verbundrohr-Maß (Außendurchmesser × Wandstärke), nicht der gemessene Innendurchmesser. Wer eine andere Größe braucht, sollte vor Bestellung Rücksprache an info@ab-industrie.de halten.
Wofür ist das Entlüftungsventil gut?
Vor jeder Druckprüfung muss die Anlage entlüftet werden — sonst verfälschen Luftblasen das Prüfergebnis. Das Entlüftungsventil am Stopfen erlaubt das Entweichen der Luft beim Befüllen: Solange noch Luft im System ist, sprudelt Wasser-Luft-Gemisch aus dem Ventil; sobald nur noch Wasser austritt, ist die Anlage entlüftet und das Ventil wird geschlossen. Erst danach kann der Prüfdruck aufgebaut werden.
Kann ich am Entlüftungsventil ein Manometer anschließen?
Ja. Das Entlüftungsventil ist abschraubbar — an seiner Stelle kann ein 1/2″-Anschlussstück montiert werden, etwa ein Manometer für die Druckkontrolle oder ein Wasserhahn für die Wasserentnahme bei Spülarbeiten. Damit wird der Stopfen über das einfache Verschluss-Werkzeug hinaus zum flexiblen Werkzeug auf der Baustelle.
Hält der Stopfen Druckprüfungen mit höherem Druck als 10 bar?
Die DIN 18380 schreibt für Heizungsanlagen einen Prüfdruck von mindestens 10 bar vor — das ist die typische Belastung. Der Hersteller spezifiziert keinen exakten Maximaldruck, gibt aber „baustellentaugliche Stahlausführung" an. Bei Druckprüfungen über 10 bar Hinweisbox „Achtung" beachten und vor Bestellung Rücksprache halten — die Stahlkonstruktion sollte deutlich höhere Drücke aushalten, eine konkrete Druckklasse wird aber nicht garantiert.
Eignet sich der Stopfen für Trinkwasser-Installationen?
Eine ausdrückliche Trinkwasser-Zulassung nach DVGW W 270 oder KTW liegt für diesen Stopfen nicht vor — ähnlich wie bei den meisten Druckprüf-Werkzeugen. Da der Stopfen nur während der Druckprüfung im System sitzt und danach wieder entfernt wird, ist die Anwendung in Trinkwasserinstallationen branchenüblich. Für Druckprüfungen nach DVGW W 400-2 sind dafür zugelassene Geräte zu verwenden — bei spezifischen Anforderungen (z. B. Krankenhaus, Lebensmittelbetrieb) vor Bestellung Rücksprache halten.
Wie lange hält ein Abdrückstopfen?
Der Hersteller gibt ihn als „unbegrenzt verwendbar" an — eine Stahlkonstruktion mit langlebigem Spannmechanismus. In der Praxis wird die Lebensdauer durch sorgfältige Behandlung bestimmt: Reinigung nach Einsatz, trockene Lagerung, Sichtprüfung vor jedem neuen Einsatz, Aussonderung bei Beschädigungen an der Dichtung oder am Spannmechanismus. Bei korrekter Handhabung ist der Stopfen ein Werkzeug für viele Jahre.
Wie pflege ich den Stopfen?
Nach dem Einsatz mit klarem Wasser abspülen, Spannmechanismus auf Sauberkeit prüfen, trocken lagern. Bei sichtbaren Beschädigungen an der Dichtung oder am Entlüftungsventil den Stopfen aussondern. Den Spannmechanismus bei Bedarf mit einem geeigneten Mehrzwecköl leicht ölen, sodass die Bedienbarkeit erhalten bleibt.
Liefern Sie ins Ausland?
Versand in alle EU-Länder, in die Schweiz und nach Norwegen. Andere Länder auf Anfrage.
Angaben zu Maßen, Werten und Eigenschaften nach bestem Wissen und Gewissen. Trotz sorgfältiger Pflege können sich Fehler einschleichen — verbindlich sind die Angaben des Herstellers im Datenblatt sowie die tatsächliche Lieferung. Bei Unstimmigkeiten oder Detailfragen schreiben Sie an info@ab-industrie.de.
Überarbeitet: 05/2026