Sicherungsleine — Halteleine zum Sichern von Absperrblasen im Rohr
Die Sicherungsleine ist eine 6 mm starke Halteleine mit beidseitig eingespleißten Ösen und Feuerwehrkarabinern. Sie wird beim Setzen einer Absperrblase im Rohr an der Blase eingehängt und am sichtbaren Ende — typischerweise am Schachtrand oder an einer festen Befestigung außerhalb des Rohrs — verankert. Falls die Blase durch Strömung, Druckverlust oder eine Beschädigung ihre Position verliert, lässt sie sich an der Leine geordnet zurückziehen, statt im Rohr zu verschwinden.
Verfügbar in drei Längen: 2,0 m für kurze Schachtanschlüsse, 5,0 m für mittlere Setztiefen und 10,0 m für tiefere Schächte. Die Karabiner sind in die Ösen eingespleißt — also fest mit dem Seil verbunden, ohne Knoten oder Klemmverbindung, die sich lösen könnten.
Gefahr: Diese Sicherungsleine ist ausschließlich zur Sicherung von Absperrblasen und vergleichbarem Druckluft-Zubehör vorgesehen. Sie ist keine persönliche Schutzausrüstung (PSA), kein Anschlagmittel zum Heben von Lasten und keine Personensicherungs- oder Rettungsleine. Für PSA-Anwendungen, Hebevorgänge und Personensicherung sind ausschließlich genormte, geprüfte und gekennzeichnete Produkte (z. B. nach EN 354, EN 362, EN 1492) zu verwenden.
Aufbau
Die Leine ist ein einfaches, robustes Bauteil ohne bewegliche Komponenten:
-
Tauwerk: 6 mm Durchmesser, in den gelieferten Längen 2,0 / 5,0 / 10,0 m.
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Ösen: An beiden Enden ist jeweils eine Öse eingespleißt. Spleißen bedeutet: Die Einzelfäden des Seils werden ineinander verflochten — eine traditionelle Tauwerk-Technik, die ohne Knoten oder Klemmen auskommt und an der Verbindungsstelle die volle Belastbarkeit des Seils erhält.
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Feuerwehrkarabiner: Je ein Karabiner pro Öse, fest mit der eingespleißten Schlaufe verbunden. Feuerwehrkarabiner sind großvolumig und mit Schraubsicherung — sie lassen sich auch mit Handschuhen schnell öffnen und schließen.
Einsatz
Standard-Aufbau beim Setzen einer Absperrblase:
- Karabiner an der Befestigung der Absperrblase einhängen, bevor die Blase ins Rohr geschoben wird.
- Zweiten Karabiner am Schachtrand, an einer festen Halterung oder an einem Befestigungspunkt außerhalb des Rohrs einhängen.
- Sicherungsleine straff genug halten, dass sie nicht im Rohr durchhängt und mit Wasserführungen oder Schmutz in Berührung kommt, aber nicht so straff, dass sie das Setzen der Blase behindert.
- Falls die Blase ihre Position verliert: an der Leine zurückziehen, ohne dass die Blase im Rohr verschwindet.
Technische Daten
| Länge |
Durchmesser |
Endverbindung |
Gewicht |
| 2,0 m |
6 mm |
Beidseitig eingespleißte Öse mit Feuerwehrkarabiner |
0,04 kg |
| 5,0 m |
6 mm |
Beidseitig eingespleißte Öse mit Feuerwehrkarabiner |
0,11 kg |
| 10,0 m |
6 mm |
Beidseitig eingespleißte Öse mit Feuerwehrkarabiner |
0,21 kg |
Häufige Fragen
Wofür ist diese Sicherungsleine gedacht?
Die Sicherungsleine ist eine Halteleine für Druckluft-Zubehör — typischerweise Absperrblasen, Prüfblasen oder Sanierungspacker, die im Rohr gesetzt werden. Sie verbindet das im Rohr befindliche Werkzeug mit einem Befestigungspunkt außerhalb. Verliert das Werkzeug seine Position oder reißt sich los, lässt es sich über die Leine zurückziehen, statt im Rohr zu verschwinden.
Darf ich die Leine als PSA oder zum Heben von Lasten verwenden?
Nein. Diese Sicherungsleine ist nicht als persönliche Schutzausrüstung geprüft und nicht als Anschlagmittel zugelassen. Sie trägt keine entsprechende Norm-Kennzeichnung. Für PSA-Anwendungen (z. B. Absturzsicherung, Auffanggurt-Verbindung), zum Heben von Lasten oder zur Personensicherung im Schacht müssen genormte und geprüfte Produkte verwendet werden — zum Beispiel nach EN 354 (Verbindungsmittel), EN 362 (Karabiner) oder EN 1492 (Hebebänder). Diese Leine erfüllt keine dieser Normen.
Welche Länge brauche ich?
Die passende Länge richtet sich danach, wie tief das gesicherte Werkzeug ins Rohr eingeschoben wird und wo der Befestigungspunkt außerhalb des Rohrs sitzt. Faustregel: Die Leine sollte ausreichend Reserve haben, damit das Werkzeug bis zur tiefsten Setzposition reicht und am anderen Ende noch gut am Befestigungspunkt eingehängt werden kann. Bei flachen Schachtanschlüssen reicht oft die 2-m-Variante, bei tieferen Schächten oder weiterem Befestigungs-Abstand sind 5 oder 10 m sinnvoll.
Was bedeutet „eingespleißt"?
Spleißen ist eine Tauwerk-Verbindungstechnik, bei der die Einzelfäden eines Seils ineinander verflochten werden — ohne Knoten, ohne Klemmen, ohne Metall. An den Enden dieser Sicherungsleine ist je eine Öse eingespleißt, die den Karabiner aufnimmt. Der Vorteil: Die Verbindung erhält die volle Belastbarkeit des Seils und kann sich nicht lösen wie ein Knoten, der unter Last rutscht oder bei Nichtgebrauch wieder aufgeht.
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Überarbeitet: 05/2026