Elektrodentrockner
Elektrodentrockner – Rücktrocknen und Warmhalten von Stabelektroden
Feuchte Stabelektroden sind einer der häufigsten Gründe für Poren und Risse im Schweißgut. Wer mit basischen oder hochlegierten Elektroden arbeitet, braucht ein Gerät, das die Elektroden nach dem Rücktrocknen warmhält – und im besten Fall beides in einem erledigt. Hier finden Sie zwei Modelle für unterschiedliche Anforderungen.
Die Modelle im Überblick
T150 – Festtemperatur 150 °C für Warmhaltung und Zwischenlagerung
Der T150 hält rückgetrocknete Elektroden bei konstant 150 °C warm – von der Werkstatt bis zum Schweißplatz. Fassungsvermögen bis 10 kg, doppelwandiges Gehäuse, 120 W Heizleistung, Gewicht 5 kg. Schutzgrad IP 23. Gut geeignet für basische Elektroden nach der Rücktrocknung im Werkstattofen sowie für hochlegierte Elektroden zur Zwischenlagerung.
T100-350 – stufenlos 100–350 °C für Rücktrocknen und Warmhalten
Der T100-350 deckt den vollständigen Temperaturbereich für die Rücktrocknung ab: stufenlos regelbar von 100 bis 350 °C. Damit lassen sich sowohl basische Elektroden für niedriglegierte Stähle (250 °C, 2 Stunden) als auch hochfeste Stähle mit H2-Anforderungen (300–350 °C) direkt auf der Baustelle rücktrocknen – ohne separaten Werkstattofen. Fassungsvermögen bis 10 kg, 450 W Heizleistung, Gewicht ca. 8 kg, IP 23.
Welches Modell passt wann?
T150 – wenn die Rücktrocknung in der Werkstatt erfolgt und das Gerät auf der Baustelle nur noch warmhält. Leichter (5 kg), günstigere Anschaffung, ausreichend für den täglichen Einsatz bei Stählen unter 355 N/mm² Streckgrenze.
T100-350 – wenn die Rücktrocknung direkt auf der Baustelle stattfinden soll oder wenn warmfeste Stähle, Feinkornbaustähle oder hochlegierte Elektroden mit H2-Anforderungen unter 5 ml/100 g verarbeitet werden. Die stufenlose Regelung bis 350 °C ist dafür Voraussetzung.
Diese technische Information stellt eine allgemeine Orientierungshilfe dar und ersetzt nicht die fachliche Prüfung im Einzelfall. Auswahl, Auslegung und sicherheitstechnische Bewertung obliegen dem Anwender beziehungsweise dem von ihm beauftragten Fachplaner unter Berücksichtigung der konkreten Einsatzbedingungen.