NBR-Rohrverschlussstopfen 8 bar — der Standard im kleinen Querschnitt
Der NBR-Rohrverschlussstopfen ist ein mechanischer Verschluss aus verzinktem Stahl mit Nitrilkautschuk-Dichtring (NBR), ausgelegt für Gegendrücke bis 8 bar. Er wird in das offene Rohrende eingeschoben und über eine zentrale Spannschraube verspannt — der NBR-Dichtring presst sich gegen die Rohrinnenwand und schließt das Rohr druckdicht ab. Verfügbar in 16 Spannbereichen von 11,8 mm bis 99 mm Innendurchmesser.
Im Sortiment ist dieser Stopfen die meistverkaufte Variante in seinem Bereich: NBR ist der Standard-Werkstoff für Druck- und Ölbeständigkeit ohne Hochtemperatur-Anspruch, verzinkter Stahl die robuste und kostengünstige Wahl gegenüber Edelstahl. Der Spannbereich 11,8 bis 99 mm deckt typische Sanitär-, Heizungs- und Industrierohre ab. Wer einen Stopfen für die Druckprüfung oder Wartungsabsperrung im Heizungsraum braucht, ist mit dieser Variante in den meisten Fällen richtig.
Aufbau und Funktion
Der Stopfen besteht aus zwei verzinkten Stahltellern, einem dazwischen liegenden NBR-Dichtring und einer zentralen Spannschraube mit Mutter. Wird die Mutter angezogen, stauchen die Teller den Dichtring axial — er dehnt sich radial aus und presst sich an die Rohrinnenwand. Der Reibschluss zwischen Dichtring und Rohrwand hält den Stopfen in Position, der Anpressdruck dichtet ab.
Es gibt zwei Bauformen: einfach mit einem NBR-Dichtring, doppelt mit zwei NBR-Dichtringen. Die doppelte Bauform verbessert die Standfestigkeit im Rohr — also den Halt gegen Verrutschen — und gibt Redundanz bei der Abdichtung. Der maximale Gegendruck ist bei beiden Bauformen identisch (8 bar). Die Variante mit Durchgang hat zentral einen Anschluss-Adapter mit G 1/8- oder G 1/4-Innengewinde — abhängig von der gewählten Anschluss-Konfiguration.
Wann der NBR-8-bar-Stopfen die richtige Wahl ist
-
Mittlere Druckanforderung im kleinen Querschnitt: Heizungsdruckprüfung, Sanitärinstallation, Wartungsabsperrung im Hausbereich. 8 bar reichen für die meisten Anwendungen in diesem Größenbereich.
-
Wasser- und Ölbeständigkeit: NBR hält Wasser, Mineralöle, Hydraulik- und Schmieröle aus — anders als Naturkautschuk, der nicht ölbeständig ist.
-
Standard-Anwendung ohne Hochtemperatur-Anspruch: Wer nicht über 100 °C arbeitet, braucht keinen Silikon-Stopfen — NBR ist günstiger und für die typischen Anwendungen ausreichend.
-
Halt im Rohr (Variante doppelt): Bei Vibration, leichter Druckbelastung über längere Zeit oder unebener Rohrinnenwand verteilen zwei Dichtringe die Reibungskraft auf zwei Kontaktflächen.
Typische Anwendungen
- Heizungs- und Sanitärinstallation — Druckprüfung, Wartungsabsperrung, Reparaturverschluss
- Verschluss von Rohrenden bei Sanierungen und Umbauten
- Schweißtechnik — Rohrverschluss beim Formieren, soweit die Anwendungstemperatur nicht über 100 °C liegt; bei höheren Temperaturen den Silikon-Stopfen wählen
- Wartung von Gartenteichen, Pumpenanlagen, Bewässerungssystemen
- Industrie-Rohrleitungen mit ölhaltigen Medien (Hydraulik, Maschinenbau)
- Niederdruck-Druckprüfungen an Hausanschlüssen und Versorgungsleitungen
Gefahr: Auch bei kleinen Stopfen im 8-bar-Bereich wirken erhebliche Kräfte. Beispiel: Bei DN 50 (Innenfläche ca. 0,002 m²) erzeugen 8 bar bereits rund 1,6 kN axiale Druckkraft, bei DN 90 sind es rund 5 kN — das entspricht dem Eigengewicht eines mittleren Quads. Reibung allein hält das nicht. Bereits ab Rohrinnendrücken über 1 bar muss der Stopfen formschlüssig gegen Ausschub gesichert werden — Verbau, Abstützung, Sperrkette oder vergleichbare mechanische Sicherung. Die Reibung zwischen Dichtring und Rohrwand darf rechnerisch nicht in Ansatz gebracht werden. Auslegung mit Sicherheitsfaktor 1,5 nach DGUV Information 201-022 in der jeweils gültigen Fassung. Während Druckaufbau und Druckabbau halten sich keine Personen vor dem Verschluss auf.
Achtung: Druckaufbau ausschließlich langsam und kontrolliert über regelnde Armaturen. Schlagartiges Anlegen des vollen Drucks kann den Dichtring überlasten. Druckabbau immer vor dem Lösen des Stopfens — kontrolliert über das Ablassventil, nicht durch Lösen der Spannschraube unter Druck.
Anschluss-Konfigurator: welche Variante wofür?
Der NBR-Stopfen ist in sieben Konfigurationen verfügbar — von der einfachen Verschlussvariante ohne Durchgang bis zur Komplettlösung mit Kugelhahn am Stopfen. Welche passt, entscheidet sich an drei Fragen: Brauche ich einen Bypass? Welcher Schlauch- oder Kupplungstyp ist vor Ort Standard? Will ich am Stopfen selbst absperren können?
| Variante |
Wann sinnvoll? |
| Ohne Durchgang |
Reine Absperrung, kein Bypass nötig. Günstigste Variante. Beispiel: dauerhafter Verschluss einer stillgelegten Heizungsleitung. |
| Mit Durchgang und Adapter (G 1/8 oder G 1/4) |
Bypass nötig, eigener Anschluss wird vor Ort montiert. Flexibelste Lösung — gewünschtes Anschlussstück frei wählbar. |
| Mit Durchgang und Schnellverschlusskupplung |
Druckluft-Anwendung, schnell verbunden und gelöst. Standard-Kupplung in vielen Werkstätten. |
| Mit Durchgang, Kugelhahn und Schnellverschlusskupplung |
Wie oben, plus integrierte Absperrung am Stopfen. Druck kann am Stopfen selbst gehalten oder abgelassen werden, ohne den Schlauch zu trennen. |
| Mit Durchgang und Kupplungsstecker |
Steckseite einer Schnellverschlusskupplung — am Stopfen sitzt der Stecker, der Schlauch hat die Kupplungsbuchse. Anwendung wie Schnellverschlusskupplung, je nach Werkstatt-System gewählt. |
| Mit Durchgang, Kugelhahn und Kupplungsstecker |
Kupplungsstecker plus Absperrung direkt am Stopfen. |
| Mit Durchgang, Kugelhahn und Schlauchtülle |
Direkt-Aufsteckverbindung für Gummi- oder PVC-Schlauch mit Schlauchschelle, plus Absperrung direkt am Stopfen. |
Bauform: einfacher oder doppelter Dichtring?
Zusätzlich zur Anschluss-Variante wird die Bauform gewählt:
-
Einfach (1 Dichtring): Standard für drucklose bis mittel-druckbeladene Anwendungen ohne nennenswerte Vibration. Günstiger, leichter, kürzere Baulänge.
-
Doppelt (2 Dichtringe): Verbesserter Halt im Rohr durch zweifachen Reibschluss, Redundanz bei der Abdichtung. Empfehlung bei Vibration, längerem Verbleib im Rohr oder unebener Rohrinnenwand. Druckaufnahme bleibt identisch (8 bar).
Wer am Stopfen direkt absperren will, hat zwei Möglichkeiten: einen Adapter mit G 1/8 oder G 1/4 Innengewinde wählen und ein passendes Anschlussstück mit Absperrung selbst montieren — oder direkt eine der drei Varianten mit integriertem Kugelhahn nehmen.
Eigenschaften im Überblick
| Max. Gegendruck |
8 bar |
| Dichtring |
Nitrilkautschuk (NBR), einfach oder doppelt |
| Beständigkeit |
Wasser, Abwasser, Mineralöle, Hydrauliköl, viele Chemikalien, verdünnte Laugen und Säuren |
| Metallteile |
Stahl verzinkt |
| Bauform |
Stopfen mit zentraler Spannschraube, einfach oder doppelt |
| Einsatzbereich |
Innendurchmesser 11,8 bis 99 mm |
| Anschluss |
7 Varianten — siehe Konfigurator-Tabelle oben |
| Innengewinde Adapter |
G 1/8 oder G 1/4 (je nach Anschluss-Konfiguration) |
Hinweis: Temperatureinsatzgrenzen sind im Hersteller-Datenblatt zu diesem Artikel nicht ausgewiesen. NBR-Nitrilkautschuk ist branchentypisch für ca. –30 °C bis +100 °C geeignet — für höhere Temperaturen (Dauereinsatz) den
Silikon-Rohrverschlussstopfen 8 bar bis 230 °C wählen oder vor Bestellung Rücksprache an
info@ab-industrie.de.
Technische Daten je Spannbereich
16 Spannbereiche von 11,8 mm bis 99 mm Innendurchmesser. Die Tabelle entspricht den Hersteller-Angaben. Gewichte beziehen sich auf die einfache Bauform; die doppelte Bauform ist je nach Größe zwischen 4 und 30 Prozent schwerer.
| DN |
Spannbereich |
Stopfenlänge |
Max. Druck |
Gewicht (einfach) |
| 12,5 |
11,8 – 12,5 mm |
20 mm |
8 bar |
– kg |
| 14,7 |
14,0 – 14,7 mm |
20 mm |
8 bar |
– kg |
| 16 |
15,6 – 20,0 mm |
20 mm |
8 bar |
0,04 kg |
| 20 |
18,5 – 25 mm |
20 mm |
8 bar |
0,06 kg |
| 25 |
23,5 – 29 mm |
20 mm |
8 bar |
0,09 kg |
| 30 |
28,5 – 35 mm |
30 mm |
8 bar |
0,11 kg |
| 35 |
33,5 – 40 mm |
30 mm |
8 bar |
0,12 kg |
| 40 |
38,5 – 45 mm |
30 mm |
8 bar |
0,15 kg |
| 45 |
43 – 50 mm |
35 mm |
8 bar |
0,22 kg |
| 50 |
48 – 55 mm |
35 mm |
8 bar |
0,25 kg |
| 55 |
53 – 60 mm |
35 mm |
8 bar |
0,28 kg |
| 60 |
58 – 66 mm |
35 mm |
8 bar |
0,31 kg |
| 65 |
63 – 71 mm |
35 mm |
8 bar |
0,42 kg |
| 70 |
68 – 76 mm |
35 mm |
8 bar |
0,46 kg |
| 80 |
77 – 88 mm |
40 mm |
8 bar |
0,66 kg |
| 90 |
88 – 99 mm |
40 mm |
8 bar |
0,85 kg |
Für die kleinsten beiden Größen (DN 12,5 und DN 14,7) sind die Gewichte im Hersteller-Datenblatt nicht ausgewiesen — bei Bedarf vor Bestellung erfragen. Stopfenlänge bei beiden 20 mm, Bauart identisch zu den größeren Varianten.
Einbau und Bedienung
Vor dem Setzen wird die Rohrinnenwand auf scharfe Kanten, Grate, Schmutz und Eis geprüft — alles, was den Dichtring beschädigen oder die Abdichtung beeinträchtigen könnte.
Die richtige Größe ist die, bei der der Rohrinnendurchmesser im mittleren Drittel des angegebenen Spannbereichs liegt. Wer den Stopfen am oberen Ende des Spannbereichs einsetzt, muss kräftiger anziehen — und stresst den Dichtring früher. Bei mehreren passenden Größen lieber die kleinere mit dem Innendurchmesser nahe der oberen Grenze als die nächste mit dem Innendurchmesser nahe der unteren Grenze.
Der Stopfen wird in das offene Rohrende eingeführt, mittig ausgerichtet und über die zentrale Spannschraube angezogen. Bei der doppelten Bauform beide Dichtringe gleichmäßig spannen — das richtige Drehmoment richtet sich nach Spannbereich und Anwendung.
Vor dem Druckaufbau: Formschlüssige Ausschubsicherung kontrollieren, Manometer prüfen, Druckabbau-Möglichkeit (Ablassventil) bereithalten, Personen aus dem Gefahrenbereich entfernen.
Druckaufbau: Langsam und kontrolliert über regelnde Armaturen. Druck stufenweise erhöhen, jede Stufe halten und auf Dichtheit prüfen.
Vor dem Lösen: erst entspannen
Vor dem Entfernen wird der Sperrdruck im Rohrabschnitt vollständig abgebaut — kontrolliert über das Ablassventil, nicht durch Lösen der Spannschraube unter Druck. Erst danach lässt sich der Stopfen aus dem Rohr ziehen. Wer den Stopfen unter Druck löst, riskiert, dass er aus dem Rohr katapultiert wird.
Sichtprüfung vor jedem Einsatz
Nach DGUV Information 201-022 in der jeweils gültigen Fassung ist der Stopfen vor jedem Einsatz auf sichtbare Schäden zu prüfen — Risse, poröse Stellen oder Einschnitte am NBR-Dichtring, Korrosion oder Beschädigungen an der Verzinkung der Stahlteller, Funktion der Spannschraube. Bei sichtbaren Schäden auszusondern. Wiederkehrende Prüfungen erfolgen nach betrieblicher Festlegung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung.
NBR, Silikon oder höhere Druckklasse — was passt?
Im Sortiment gibt es vier ähnliche Stopfen-Varianten. Die Wahl entscheidet sich an drei Fragen: Wie hoch ist der Druck? Wie heiß ist das Medium? Welcher Querschnitt?
-
NBR-Stopfen 8 bar (dieser Artikel): Standard-Werkstoff, Standard-Druckklasse, kleiner Querschnitt (Ø 11,8–99 mm). Empfehlung wenn keine Hochtemperatur und kein höherer Druck nötig — die meistverkaufte Variante.
-
Silikon-Stopfen 8 bar: Gleicher Druck, gleicher Querschnittsbereich, aber bis 230 °C und mit Edelstahl V2A statt verzinktem Stahl. Empfehlung bei Hochtemperatur (Heizung im Betrieb, Solarthermie, Schweißen) oder hygienischer Anforderung. Etwas teurer.
-
NBR-Stopfen 12 bar: Höhere Druckklasse, größerer Querschnittsbereich (DN 85 bis DN 255). Empfehlung wenn die 8-bar-Reserve nicht reicht oder größere Rohre verschlossen werden müssen.
-
Drucklose Standard-Rohrverschlüsse: Wenn unter 1 bar gearbeitet wird, ist eine Standard-Rohrabsperrscheibe die deutlich günstigere Lösung.
Im Größen-Überschneidungsbereich Ø 15,6 bis 99 mm sind alle drei Stopfen-Varianten verfügbar. Wer warm arbeitet, hochwertige Hygiene braucht oder Korrosion vermeiden will, ist mit der Silikon-Variante richtig. Wer höhere Drücke braucht oder größere Rohre verschließen muss, mit der 12-bar-Variante. Für die Standard-Anwendung ohne diese Anforderungen ist der NBR-8-bar-Stopfen die wirtschaftliche Wahl.
Passendes Zubehör und Alternativen
Für Druckabsperrungen mit gleichzeitigem Befüllen oder Spülen sind Rohrabsperr- und Prüfblasen die alternative Lösung — flexible Gummi-Bauteile mit integriertem Durchgang. Für Druckprüfungen mit Manometer-Anzeige eignet sich die Prüfeinheit Manometer 10 bar — direkt anschließbar an die Stopfen-Variante mit Schnellverschlusskupplung.
Alle Rohrverschlüsse im Überblick
Häufige Fragen
NBR oder Silikon — welcher Werkstoff?
Die Faustregel: NBR für Standard-Anwendungen, Silikon für Hochtemperatur. NBR (Nitrilkautschuk) hält bis ca. 100 °C, ist beständig gegen Wasser, Mineralöle und viele Chemikalien — und ist günstiger. Silikon hält bis 230 °C, ist bei hygienischen Anwendungen besser geeignet (mit V2A-Edelstahl), kostet aber mehr. Wer im Heizungsbetrieb (Vorlauftemperatur über 80 °C dauerhaft) oder beim Schweißen nahe der Schweißnaht arbeitet, sollte zur Silikon-Variante greifen.
Was ist der Unterschied zwischen einfacher und doppelter Bauform?
Bei der doppelten Bauform sitzen zwei NBR-Dichtringe auf einer gemeinsamen Spannschraube — bei der einfachen nur einer. Der zweite Dichtring verbessert den Halt im Rohr (Reibschluss auf zwei Kontaktflächen) und gibt Redundanz bei der Abdichtung. Der maximale Gegendruck bleibt identisch (8 bar). Empfehlung für die doppelte Bauform: bei Vibration, längerem Verbleib im Rohr, unebener Rohrinnenwand oder höheren Sicherheitsanforderungen.
Welche Anschluss-Variante soll ich wählen?
Drei Fragen helfen: Brauche ich einen Bypass (Durchgang)? Welcher Schlauch- oder Kupplungstyp ist vor Ort Standard? Will ich am Stopfen selbst absperren können (Kugelhahn)? Für reine Absperrung ohne Bypass: ohne Durchgang. Für Druckluft im Werkstattumfeld: Schnellverschlusskupplung oder Kupplungsstecker. Für Schlauchanschlüsse mit Schelle: Schlauchtülle. Wer am Stopfen direkt absperren will, wählt die Variante mit Kugelhahn. Wer maximale Flexibilität braucht: mit Adapter G 1/8 oder G 1/4.
Wie wähle ich die richtige Größe?
Maßgeblich ist der Innendurchmesser des Rohrs, in dem der Stopfen sitzen soll. Ideal ist die Variante, bei der der Rohrinnendurchmesser im mittleren Drittel des angegebenen Spannbereichs liegt. Beispiel: Bei einem 50-mm-Innendurchmesser passt die Variante 48–55 mm — 50 mm liegt fast in der Mitte. Bei 53–60 mm wäre 50 mm zu klein, der Stopfen würde nicht greifen.
Was passiert, wenn ich den Stopfen über 8 bar belaste?
Im günstigsten Fall hält er trotzdem — kurzzeitig. Im ungünstigen Fall versagt der Dichtring, der Stopfen rutscht aus dem Rohr und wird durch den austretenden Druck wie ein Geschoss beschleunigt. Das ist kein theoretisches Risiko: Bei DN 90 und 8 bar wirken auf den Stopfen rund 5 kN axiale Druckkraft. Wer höhere Drücke fahren muss, greift zum 12-bar-Stopfen. Auslegung mit Sicherheitsfaktor 1,5 ist Standard nach DGUV Information 201-022.
Welche Chemikalien hält NBR aus?
NBR ist beständig gegen Wasser, Abwasser, Mineralöle, Hydraulik- und Schmieröle, viele aliphatische Lösungsmittel, verdünnte Laugen und verdünnte Säuren. Nicht beständig ist NBR gegen aromatische und chlorierte Lösungsmittel (Benzol, Tetrachlormethan), starke Oxidationsmittel, Ozon und konzentrierte Säuren. Bei kritischen Medien vor Einsatz die spezifische Beständigkeitsliste prüfen oder Rücksprache halten.
Eignet sich der Stopfen zum Formieren beim Schweißen?
Bedingt. Beim Wurzelschutzgas-Formieren wird der Innenraum eines Rohrs mit Schutzgas geflutet. Der NBR-Stopfen mit Durchgang verschließt das Rohrende, der Anschluss leitet das Schutzgas zu. Solange die Anwendungstemperatur nahe der Schweißstelle unter etwa 100 °C bleibt, funktioniert NBR — wird es heißer (etwa wenn der Stopfen kurz neben einer aktiven Schweißnaht sitzt), ist der Silikon-Stopfen mit V2A die bessere Wahl.
Ist der Stopfen für Trinkwasser zugelassen?
Eine ausdrückliche Trinkwasser-Zulassung nach DVGW W 270 oder KTW liegt für diesen Stopfen nicht vor. Für Druckprüfungen an Trinkwasser-Installationen nach DVGW W 400-2 sind dafür zugelassene Geräte zu verwenden. Bei Wartungsabsperrungen vor Bestellung Rücksprache an info@ab-industrie.de, ob die Anwendung zulässig ist.
Wie pflege ich den Stopfen?
Nach dem Einsatz mit klarem Wasser abspülen und trocken lagern. Bei Einsatz in ölhaltigen Medien zusätzliche Reinigung mit geeignetem Reiniger. Den NBR-Dichtring nicht dauerhaft im verspannten Zustand lagern. Bei sichtbaren Rissen, porösen Stellen oder bleibender Verformung wird der Stopfen ausgesondert — bei einem 8-bar-Verschluss ist Aussonderung statt Reparatur die richtige Wahl. Verzinkte Stahlteile bei sichtbarer Korrosion an Schadstellen kontrollieren und gegebenenfalls aussondern.
Liefern Sie ins Ausland?
Versand in alle EU-Länder, in die Schweiz und nach Norwegen. Andere Länder auf Anfrage.
Angaben zu Maßen, Werten und Eigenschaften nach bestem Wissen und Gewissen. Trotz sorgfältiger Pflege können sich Fehler einschleichen — verbindlich sind die Angaben des Herstellers im Datenblatt sowie die tatsächliche Lieferung. Bei Unstimmigkeiten oder Detailfragen schreiben Sie an info@ab-industrie.de.
Überarbeitet: 05/2026