Entgasungsschlauch DN 50 — komplett montiert für die Gasfackel DN 50
Wenn auf der Baustelle eine Leitung entgast werden muss, soll der Schlauch zwischen Anschluss und Gasfackel keine Sorgen machen. Dieser Entgasungsschlauch ist auf genau diesen Einsatz ausgelegt: Innendurchmesser DN 50, Wandstärke 8,5 mm, beidseitig mit verzinkten Stahlkupplungen RD 75×1/6", geprüft nach EN 1762:2018 Typ D.
Der Schlauch leitet Propan, Erdgas und Biogas vom Abnahmepunkt zur Gasfackel — komplett montiert geliefert, mit Konus und O-Ring an beiden Kupplungen. Das Anschlussmaß RD 75×1/6" ist exakt auf unsere Gasfackel DN 50 mit Venturidüse VENKRO 50 abgestimmt.
Aufbau des Schlauchs
Drei Schichten, jede mit einer Aufgabe:
-
Seele: synthetischer Gummi (NBR-Basis), schwarz, glatt extrudiert — gegen Flüssiggas und Erdgas beständig
-
Einlagen: hochzähes synthetisches Cordgewebe — trägt den Arbeitsdruck von 25 bar
-
Decke: synthetischer Gummi (CR-Basis), stoffgemustert, ozon- und witterungsbeständig — abriebfest für den Baustellenalltag
Die Decke ist mikroperforiert, damit Permeations-Gas durch die Schlauchwand entweichen kann statt sich zu stauen. Das ist bei Gas-Schläuchen nach EN 1762 Standard — und der Grund, warum der Schlauch bei Gebrauch nicht „aufquillt".
Stahlkupplungen RD 75×1/6", verzinkt
An beiden Schlauchenden sitzt eine fest montierte Stahlkupplung mit Rundgewinde RD 75×1/6" — das übliche Tankwagengewinde im Gas-Bereich. Die Kupplungen sind verzinkt, mit Konus und O-Ring abgedichtet, ausgelegt für PN 25.
Der elektrische Widerstand zwischen den beiden Kupplungen liegt unter 1×10⁹ Ω, garantiert über die Schlauchlänge durch das Cordgewebe (Typ Ω nach EN 1762/D). Das heißt: Der Schlauch ist elektrisch leitfähig und gibt elektrostatische Aufladung über die Anschlussseite an Erde ab. Wichtig bei brennbaren Gasen — eine elektrostatische Entladung am ungeerdeten Schlauch wäre eine Zündquelle.
Gefahr: Tätigkeiten mit ortsbeweglichen Druckgasbehältern und Flüssiggas-Anlagen dürfen nur durch befähigte Personen unter Beachtung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften durchgeführt werden. Vor Gebrauch sind Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung im Einzelfall maßgeblich.
Welche Länge ist die richtige?
Wir bieten den Schlauch in fünf Längen an: 10 m, 15 m, 20 m, 25 m und 50 m. Bei der Auswahl spielt das Gewicht eine größere Rolle, als man zunächst denkt — der Schlauch wiegt 1,80 kg pro Meter, dazu kommen die beiden Stahlkupplungen.
Tipp: Wir empfehlen 10 bis maximal 15 m pro Schlauch — das kann eine Person noch alleine zur Position tragen. Wer mehr Reichweite braucht, nimmt zwei Schläuche und verbindet sie mit dem Verbinder, der im Koffer der Gasfackel DN 50 mitgeliefert wird. Lieber zwei Schläuche à 15 m als ein Schlauch mit 30 m.
Prüfpflicht und Lebensdauer
Der Entgasungsschlauch ist ein Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Das heißt für den Betreiber:
-
Sichtprüfung vor jedem Einsatz: Knicke, Einkerbungen, Risse, beschädigte Dichtungen, Auffälligkeiten an den Kupplungen
-
Wiederkehrende Prüfung durch eine befähigte Person: Intervall ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung im Betrieb. Für gewerbliche Flüssiggas-Anlagen sieht die DGUV Regel 110-010 für mobile Anlagen alle zwei Jahre eine Prüfung vor
-
Druckprüfung: nach Vorgaben der Gefährdungsbeurteilung und der einschlägigen Regelwerke
Aus unserer Praxis: Ein Schlauch dieser Bauart hält bei normaler Nutzung und ordnungsgemäßer Lagerung 8 bis 10 Jahre. Tauschen sollten Sie ihn früher, wenn er geknickt, eingerissen oder spürbar verschlissen ist — Sicherheit. Die O-Ringe an den Kupplungen sind Verschleißteile und werden separat als Ersatz vorgehalten; wir haben sie am Lager.
Hinweis: Das genaue Prüfintervall legt der Betreiber im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV fest. Verbindlich sind die einschlägigen Regelwerke in der jeweils aktuellen Fassung.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Innendurchmesser |
50 mm (DN 50) |
| Außendurchmesser |
67 mm |
| Wandstärke |
8,5 mm |
| Arbeitsdruck |
25 bar (PN 25) |
| Berstdruck |
100 bar |
| Temperaturbereich |
−30 °C bis +70 °C |
| Mindest-Biegeradius |
400 mm |
| Gewicht |
1,80 kg/m (ohne Kupplungen) |
| Elektrischer Widerstand |
< 1×10⁹ Ω (Typ Ω, leitfähig) |
| Aufbau |
Seele NBR schwarz, Cord-Einlagen, Decke CR (ozon-/witterungsbeständig) |
| Kupplungen |
beidseitig Stahl verzinkt, RD 75×1/6", mit Konus und O-Ring |
| Norm |
EN 1762:2018 Typ D |
| Verfügbare Längen |
10 m, 15 m, 20 m, 25 m, 50 m |
| Geeignete Medien |
Propan, Erdgas, Biogas (Flüssiggas in flüssigem oder gasförmigem Zustand sowie Naturgas) |
Zur passenden Gasfackel DN 50
Häufige Fragen
Passt der Schlauch nur zur Gasfackel DN 50?
Die Anschlüsse RD 75×1/6" sind das Tankwagengewinde, wie es bei Flüssiggas-Anlagen verbreitet ist. Ausgelegt und ausgeliefert ist der Schlauch als Komplett-Set für unsere Gasfackel DN 50. Wer ihn an einem anderen Anschluss verwenden will, muss prüfen, ob das Gegenstück passt — RD 75×1/6" ist nicht selbstverständlich.
Welche Länge soll ich nehmen?
Faustregel: 10 bis 15 m. Der Schlauch wiegt 1,80 kg pro Meter, dazu kommen die Stahlkupplungen — eine Person trägt einen 15-m-Schlauch noch sinnvoll alleine. Wenn Sie mehr Reichweite brauchen, nehmen Sie zwei Schläuche und verbinden sie mit dem Verbinder aus dem Gasfackel-Koffer. Zwei mal 15 m ist im Handling besser als einmal 30 m.
Welche Gase darf der Schlauch führen?
Propan, Erdgas und Biogas — flüssig oder gasförmig, im Bereich von −30 °C bis +70 °C, bis 25 bar Arbeitsdruck. Der Aufbau nach EN 1762:2018 Typ D ist genau für diese Medien ausgelegt. Für andere Medien ist der Schlauch nicht freigegeben.
Ist der Schlauch elektrisch leitfähig?
Ja. Der Widerstand liegt unter 1×10⁹ Ω, garantiert über die Schlauchlänge (Typ Ω nach EN 1762/D). Das ist bei brennbaren Gasen Pflicht — sonst kann sich der Schlauch elektrostatisch aufladen, und das wäre eine Zündquelle.
Wie oft muss der Schlauch geprüft werden?
Vor jedem Einsatz Sichtprüfung — Knicke, Einkerbungen, Risse, Auffälligkeiten an den Dichtungen oder Kupplungen. Die wiederkehrende Prüfung durch eine befähigte Person und die Druckprüfung legt der Betreiber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV fest. Für gewerbliche Flüssiggas-Anlagen gibt die DGUV Regel 110-010 für mobile Anlagen ein Intervall von zwei Jahren vor.
Wann sollte der Schlauch ausgetauscht werden?
Aus unserer Praxis: nach 8 bis 10 Jahren oder früher, wenn er geknickt, eingerissen oder verschlissen ist. Bei Defekt an einer Kupplung oder am Schlauchmantel: tauschen, nicht reparieren. Sicherheit vor Sparsamkeit.
Was, wenn nur der O-Ring undicht ist?
Die O-Ringe an den Kupplungen sind Verschleißteile — wir haben sie als Ersatz am Lager. Bei der ersten Anfrage genügt ein Anruf oder eine Mail an info@ab-industrie.de.
Wie wird der Schlauch gelagert?
Trocken, ohne starke Knicke, vor direktem Sonnenlicht und Ozon-Quellen geschützt. Der Mindest-Biegeradius beträgt 400 mm — auch beim Aufrollen für die Lagerung sollte er nicht unterschritten werden.
Angaben zu Maßen, Werten und Eigenschaften nach bestem Wissen und Gewissen. Trotz sorgfältiger Pflege können sich Fehler einschleichen — verbindlich sind die Angaben des Herstellers im Datenblatt sowie die tatsächliche Lieferung. Bei Unstimmigkeiten oder Detailfragen schreiben Sie an info@ab-industrie.de.
Überarbeitet: 05/2026