Lecksuchspray für Druckluft- und Gasleitungen
Wenn ein Druckluftnetz rauscht oder eine Gasarmatur leise zischt, sucht niemand gerne mit dem Ohr. Schaumbildendes Prüfmittel macht aus dem Suchen ein Sehen — wo Luft entweicht, baut sich auf der Naht eine sichtbare Blase auf. Unser Lecksuchspray ist genau dafür gemacht: aufsprühen, kurz warten, Leck markieren.
Hergestellt in Deutschland, abgefüllt in 400 ml Sprühdosen mit 650 ml Dosenvolumen. Zwei Varianten stehen zur Wahl — eine mit DIN-DVGW-Zulassung für sicherheitsrelevante Gasarbeiten und eine kältestabile Ausführung bis −15 °C für den Außeneinsatz im Winter.
Zwei Varianten — wann welche
Die DVGW-Variante (DIN-DVGW-Reg.-Nr. NG-5170BR5843) ist geprüft nach DIN EN 14291 und für die Lecksuche an Gasinstallationen zugelassen. Wer eine Anlage abnehmen oder fremdprüfen lassen muss, braucht diese Variante — die Reg.-Nr. ist der Beleg, dass das Prüfmittel die Anforderungen an Korrosivität, Schaumstabilität, Materialverträglichkeit und pH-Wert erfüllt. Frostsicher ist sie nicht, also bleibt sie im Werkstattregal oder im beheizten Servicewagen.
Die kältestabile Variante ist bis −15 °C einsatzbereit und damit die ehrliche Lösung für Winterbaustellen, unbeheizte Heizungsräume und mobile Servicearbeiten bei Frost. Sie hat keine DIN-DVGW-Zulassung — die ist auf die Frostbeständigkeit nicht erweitert worden. In der Praxis erkennt sie undichte Stellen genauso zuverlässig: Schaumbildner ist Schaumbildner, das physikalische Prinzip ändert sich nicht. Wo formal eine DVGW-Zulassung verlangt wird, greift man trotzdem zur ersten Variante. Wo es ums reine Auffinden geht — Druckluftleitungen, Vor-Ort-Servicearbeiten, Vakuumprüfung an Schweißnähten —, leistet die Kälteversion denselben Dienst.
Hinweis: Die Mindestabnahme für beide Varianten beträgt 12 Dosen pro Bestellung; geliefert wird im Karton zu 12 Dosen.
Verbrauchsmaterial für Vakuumprüfung
Über das schnelle Suchen an der Druckluftleitung hinaus ist Lecksuchspray das Verbrauchsmaterial schlechthin in der Vakuumprüftechnik für Schweißnähte und Dichtungsbahnen. Auf die Naht sprühen, Vakuumglocke aufsetzen, evakuieren — wo der Luftspalt durchgängig ist, entsteht eine sichtbare Blase im Schaumfilm. So wird aus einer Pore in einer Wurzelnaht eine eindeutige Anzeige.
Das Verfahren ist als Methode C3 (Blasenprüfung mit Vakuumglocke) in DIN EN 1779 klassifiziert. Es funktioniert mit unseren Vakuumlecksuchgeräten der TP-Serie ebenso wie mit jeder Vakuumbrille oder -glocke aus unserem Sortiment. Eine 400-ml-Dose reicht je nach Auftragsdicke für mehrere hundert Meter Naht.
Eigenschaften beider Varianten
-
Unbrennbar: auch bei brennbaren Gasen (Erdgas, Propan, Wasserstoff) einsetzbar — kein Treibgas mit Flammpunkt-Risiko
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Konsistente Schaumbildung: Blasen halten lang genug, um auch bei kleineren Leckraten eine eindeutige Anzeige zu erzeugen
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Materialverträglich: für Stahl, Edelstahl, Kupfer, Messing und übliche Kunststoffe geeignet — bei empfindlichen Oberflächen nach Anwendung mit klarem Wasser abspülen
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Sprühkopf mit gerichtetem Strahl: auch bei Über-Kopf-Anwendungen kontrollierte Auftragsmenge
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400 ml Inhalt: 650 ml Dosenvolumen, ausreichend Treibmittel für vollständige Entleerung
Anwendung
- Anlage unter Betriebsdruck setzen — bei Druckluft typisch 6–10 bar, bei Hausgas Mitteldruck nach Vorgabe
- Verdächtige Stelle (Schraubverbindung, Schweißnaht, Armatur, Schlauchanschluss) mit dem Spray einsprühen — Filmdicke gleichmäßig, ohne Tropfen
- Beobachten: kontinuierliche Blasenbildung oder ein wachsender Schaumpilz zeigen die undichte Stelle an
- Leckstelle markieren (wasserfester Stift, Edding), reparieren, nachprüfen
- Bei empfindlichen Oberflächen — vor allem Kunststoffrohre und Buntmetalle — das Prüfmittel abschließend mit klarem Wasser abspülen
Achtung: Bei der Anwendung von Gefahrstoffen sind die Sicherheitsdatenblätter und Gefahrenhinweise auf dem Produktetikett zu beachten. Die Bereitstellung des Sicherheitsdatenblatts erfolgt auf Anfrage und gemäß den einschlägigen Vorgaben. Druckgas-Aerosoldose: vor Frost (über die Frostsicherheit der Wintervariante hinaus), Sonneneinstrahlung und Temperaturen über +50 °C schützen, nicht in Hände von Kindern, Sicherheitsdatenblatt vor jeder Anwendung beachten.
Wann welche Variante — auf einen Blick
| Einsatzfall |
DVGW (NG-5170BR5843) |
Kältestabil bis −15 °C |
| Gasinstallation mit DVGW-Nachweis |
✓ erste Wahl |
✗ nicht zugelassen |
| Druckluftleitung in der Werkstatt |
✓ einsetzbar |
✓ einsetzbar |
| Vakuumprüfung an Schweißnähten |
✓ einsetzbar |
✓ einsetzbar |
| Außeneinsatz / Winterbaustelle (< 0 °C) |
✗ nicht frostsicher |
✓ bis −15 °C |
| Servicewagen, mobil bei Frost |
✗ nicht empfohlen |
✓ erste Wahl |
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Gebindeart |
Sprühdose, Aerosol |
| Inhalt |
400 ml |
| Dosenvolumen |
650 ml |
| Wirkprinzip |
Schaumbildung an undichten Stellen unter Druck |
| Brandverhalten |
unbrennbar — auch bei brennbaren Gasen einsetzbar |
| Variante 1 — Zulassung |
DIN-DVGW-Reg.-Nr. NG-5170BR5843, geprüft nach DIN EN 14291 |
| Variante 2 — Frostbeständigkeit |
kältestabil bis −15 °C (ohne DVGW-Zulassung) |
| Verpackungseinheit |
12 Dosen pro Karton |
| Mindestabnahme |
12 Dosen, Abnahmeintervall 12 Dosen |
| Herkunft |
hergestellt in Deutschland |
| Einsatz |
nur für den gewerblichen Einsatz |
Passendes Zubehör für die Vakuumprüfung
Wer das Spray für die Dichtheitsprüfung an Schweißnähten einsetzt, findet in unserem Sortiment die passende Glocke: Vakuumglocken für Rundnähte DN 32 bis DN 1000+, sowie Sonderglocken für Stumpfnähte und Kehlnähte. Als Pumpe leistet das Vakuumlecksuchgerät TP 6 oder TP 8 den Dauerbetrieb auf der Baustelle.
Zur Vakuumprüftechnik
Häufige Fragen
Was bedeutet die DIN-DVGW-Reg.-Nr. NG-5170BR5843?
Die Registrierungsnummer NG-5170BR5843 belegt, dass das Lecksuchspray nach DIN EN 14291 geprüft und für die Lecksuche an Gasinstallationen zugelassen ist. Geprüft werden unter anderem Schaumstabilität, Korrosivität gegenüber den verbauten Werkstoffen, pH-Wert und Verträglichkeit mit Dichtmitteln. Wer eine Gasanlage abnimmt oder fremdprüfen lässt, braucht ein DVGW-zugelassenes Prüfmittel — die Reg.-Nr. ist der Beleg.
Kann ich das kältestabile Spray auch ohne Frostbedingungen verwenden?
Ja. Die kältestabile Variante funktioniert über den ganzen Temperaturbereich, in dem auch die DVGW-Variante arbeitet. Die Frostsicherheit ist eine zusätzliche Eigenschaft, kein Einsatzlimit. Wer auf Baustelle und in der Werkstatt mit demselben Spray arbeiten will, ist mit der kältestabilen Variante praxisgerecht ausgestattet — solange für die jeweilige Tätigkeit keine DVGW-Zulassung formal verlangt wird.
Eignet sich das Spray für die Vakuumprüfung von Schweißnähten?
Ja. Beide Varianten sind als schaumbildendes Mittel für die Vakuum-Blasenprüfung (Methode C3 nach DIN EN 1779) geeignet. Aufsprühen, Vakuumglocke aufsetzen, evakuieren — durchgängige Defekte zeigen sich als kontinuierliche Blasen oder Schaumpilze. Für Trinkwasser-relevante Anwendungen gelten gesonderte Hygiene-Anforderungen; in dem Fall vor dem Einsatz das Sicherheitsdatenblatt prüfen oder uns kurz anschreiben.
Sind die Sprays für brennbare Gase wie Erdgas oder Propan freigegeben?
Ja, beide Varianten sind als unbrennbar formuliert und können auch an Leitungen für brennbare Gase eingesetzt werden — das ist genau der typische Einsatzfall. Treibgas und Wirkstoff sind so gewählt, dass kein zusätzliches Brand- oder Explosionsrisiko entsteht. Für Sauerstoff-Anwendungen gilt das nicht; dort braucht es Prüfmittel mit BAM-Zulassung.
Muss ich das Spray nach der Prüfung wieder abwischen?
Bei rostfreiem Stahl und üblichen Industrieoberflächen ist das nicht zwingend nötig — Rückstände sind in der Praxis unproblematisch. Bei empfindlichen Oberflächen (Kunststoffrohre, blanke Buntmetalle, frische Lackschichten) wird empfohlen, mit klarem Wasser nachzuspülen, um Tensid-Rückstände zu entfernen. Im Zweifel: lieber abspülen.
Wie viele Meter Schweißnaht reicht eine 400-ml-Dose?
Das hängt vor allem davon ab, wie dick der Schaumfilm aufgetragen wird und ob am Stück oder punktweise gearbeitet wird. Als Faustwert reicht eine 400-ml-Dose für mehrere hundert Meter Naht bei sparsamer Auftragsdicke und punktueller Anwendung an verdächtigen Stellen. Bei Vollflächen-Auftrag auf Bodenblech-Stoßnähten geht der Verbrauch entsprechend nach oben.
Warum gibt es eine Mindestabnahme von 12 Dosen?
Das Spray wird im Karton zu 12 Dosen produziert und an uns ausgeliefert. Wir geben den Karton als kleinste Einheit weiter, weil das die ehrliche logistische Größe ist — und für gewerbliche Anwender, die das Spray regelmäßig brauchen, ist eine Box ohnehin der typische Vorrat. Kleinere Mengen lohnen sich für niemanden.
Liefern Sie das Spray ins Ausland?
Versand in alle EU-Länder, in die Schweiz und nach Norwegen. Andere Länder auf Anfrage. Bei Lecksuchspray ist zu beachten, dass es als Druckgas-Aerosol versandrechtlich zu den begrenzten Mengen nach ADR/IATA gehört — wir kümmern uns um die korrekte Verpackung und Kennzeichnung.
Angaben zu Maßen, Werten und Eigenschaften nach bestem Wissen und Gewissen. Trotz sorgfältiger Pflege können sich Fehler einschleichen — verbindlich sind die Angaben des Herstellers im Datenblatt sowie die tatsächliche Lieferung. Bei Unstimmigkeiten oder Detailfragen schreiben Sie an info@ab-industrie.de.
Überarbeitet: 05/2026