Vakuumlecksuchgerät TP 8 – kompakte, ölfreie Vakuumpumpe für die Blasenprüfung
Das Vakuumlecksuchgerät TP 8 ist eine ölfreie Vakuumpumpe für die Blasenprüfung nach DIN EN 1593 an Schweißnähten und Folienverbindungen — kompakt, mobil und für die meisten Vakuumglocken im AB-Industrie-Service-Sortiment ausgelegt. Wenn Sie auf dieser Seite gelandet sind, suchen Sie wahrscheinlich die Pumpe zu Ihrer Vakuumbrille oder ein eigenständiges Gerät für die Naht-Dichtheitsprüfung auf der Baustelle, im Tankbau oder im KDB-Bereich.
Die Drehschieberpumpe läuft trocken — ohne Öl im Schöpfraum. Das spart den Ölwechsel, hält den Sauganschluss frei von Ölnebel und macht das Gerät auch im Innenraum und in hygienisch sensiblen Umgebungen einsetzbar, in denen eine Ölkontamination der Prüfstelle ausgeschlossen sein muss. Förderleistung 8 m³/h bei 50 Hz, Endvakuum -850 mbar gegen Atmosphäre — das deckt den Arbeitsbereich der Blasenprüfung (typisch -200 bis -500 mbar Differenzdruck) mit deutlichem Reservevakuum ab.
Die TP 8 ist die größere Schwester der TP 6 — gleiche Bauform, gleiches Gehäuse, gleiches Endvakuum, aber 8 statt 6 m³/h Förderleistung. Das ist überall dort relevant, wo das Volumen unter der Glocke schnell evakuiert werden muss: bei großen Glocken (dimensionsvariable Rundnaht-Glocken über DN 200, zylindrische Glocken Ø 300 mm und größer) oder bei hoher Prüf-Frequenz mit kurzen Taktzeiten.
Trockenlaufende Drehschieberpumpe – Vorteile im Alltag
Eine ölgeschmierte Drehschieberpumpe ist im Schöpfraum mit Öl gefüllt. Bei der Lecksuche ist das ein Problem: Beim Belüften kann Ölnebel in den Saugschlauch zurückwandern, das Lecksuchspray auf der Naht verfälschen und an feuchten Werkstücken Spuren hinterlassen. Beim TP 8 entfällt das. Die Schieber laufen trocken, der Schöpfraum bleibt ölfrei. Konsequenzen für den Anwender:
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Kein Ölwechsel: spart Wartung und Verbrauchsmaterial.
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Kein Ölnebel im Saugkreis: sauberes Prüfergebnis, auch bei Über-Kopf-Anwendung.
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Beliebige Aufstellung: kein Auslaufen bei schräger Stellung auf der Baustelle.
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Hygiene-tauglich: einsetzbar in Umgebungen, in denen Ölkontamination der Prüfstelle ausgeschlossen sein muss (z. B. Lebensmittel- und Pharmabereich).
Wasserabscheider mit wechselbarem Filter
Vor dem Sauganschluss sitzt ein außenliegender Wasserabscheider mit Aluminium-Gehäuse und Sichtglas. Kondensat und Feuchtigkeit aus der Saugleitung werden dort abgeschieden, bevor sie das Aggregat erreichen. Der Filtereinsatz ist von außen zugänglich und ohne Werkzeug-Aufwand wechselbar — Sechskantschraube SW 22 lösen, Behälter abnehmen, Filter tauschen, Behälter eindrehen, Schraube wieder anziehen. Das Kondensat lässt sich über die Ablassschraube am Behälterboden direkt entleeren.
Robustes Gehäuse, Tragegriff, mobile Aufstellung
Stahlblech-Gehäuse mit pulverbeschichteter Haube (RAL 3002 Karminrot), Tragegriff oben, gummigelagerte Gerätefüße. Das Gerät steht auch auf glattem Untergrund vibrationsarm — die Schwingmetall-Füße entkoppeln das Aggregat vom Boden und reduzieren die Geräuschübertragung. Schutzklasse IP 54 — staubgeschützt und gegen allseitiges Spritzwasser geschützt, also baustellentauglich. Manometer auf der Frontseite, beleuchteter grüner Hauptschalter (I = AN, O = AUS).
Achtung: Brennbare, flüssige oder explosive Medien dürfen nicht angesaugt werden. Bei Anwendung in feuchter Umgebung sollte die Pumpe nach dem Einsatz etwa 60 Minuten trocken nachlaufen, damit Restfeuchte aus dem Aggregat entweichen kann.
Anwendung – kurzer Ablauf
Saugschlauch an die Vakuumglocke und an den Sauganschluss des TP 8 stecken (Schnellkupplung NW 7,2). Netzstecker einstecken, Hauptschalter auf I — der grüne Schalter leuchtet. Glocke auf die mit Lecksuchspray benetzte Naht aufsetzen, Aggregat zieht den Glockenraum bis zum Sollunterdruck leer. Beobachtung durch das Sichtfenster: Bilden sich Blasen oder ein Schaumpilz, ist die Naht an dieser Stelle undicht. Glocke umsetzen, Vorgang wiederholen — Überlappung der Prüfbereiche je nach Regelwerk (mind. 50 mm nach ASME V Mandatory Appendix II, mind. 100 mm nach DVS 2225-2). Nach der Prüfung Hauptschalter aus, Netzstecker ziehen, Vakuum über das Belüftungsventil ablassen.
Gefahr: Tätigkeiten an unter Druck stehenden Anlagen und Komponenten dürfen nur durch befähigte Personen unter Beachtung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften durchgeführt werden. Vor Gebrauch sind Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Prüfpflichten im Einzelfall maßgeblich.
Typische Einsatzbereiche
- Schweißnaht-Dichtheitsprüfung an Behältern, Tanks, Druckbehältern und Auffangwannen (Stahl, Edelstahl, Aluminium)
- Rohrumfangsnähte und Stutzenanbindungen — mit passender Vakuumglocke für Rundnähte (DN 25 bis DN 350+)
- Reparaturstellen, Extrusionsnähte und T-Stöße an Kunststoffdichtungsbahnen (PE, PVC-P, FPO/TPO) nach DVS 2225-2
- Bodenblech-Schweißnähte an Lagertanks (Vakuumkasten-Technik, methodisch nach ASME V Mandatory Appendix II / API 650)
- Stahl-Auffangwannen nach WHG / AwSV (Vakuumprüfung als zulässiges Verfahren der Eigenüberwachung)
- Flachdach- und Bauwerksabdichtungen (Vakuumglocke auf Folienstößen)
Lieferumfang
- Vakuumlecksuchgerät TP 8 mit ölfreier Drehschieberpumpe
- Wasserabscheider mit Filter und Sichtglas
- Manometer auf der Frontseite
- Schnellkupplung NW 7,2 am Sauganschluss
- Netzkabel mit Schutzkontaktstecker
- Gebrauchsanleitung
Nicht im Lieferumfang: Vakuumglocke, Saugschlauch und Lecksuchspray werden separat ausgewählt — Auswahl je nach Naht-Geometrie und Anwendung.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Aggregat |
trockenlaufende Drehschieberpumpe (ölfrei) |
| Förderleistung |
8 m³/h |
| Endvakuum (ca.) |
-850 mbar gegen Atmosphäre |
| Betriebsspannung / Frequenz |
230 V, 50/60 Hz |
| Nennstrom |
2,3 / 2,5 A (50/60 Hz) |
| Absicherung |
4,0 A |
| Saug-/Druckanschluss |
Schnellkupplung NW 7,2 |
| Druckanschluss (optional) |
bis 1 bar, abgesichert mit Überdrucksicherheitsventil |
| Wasserabscheider |
außenliegend, Aluminium, mit wechselbarem Filter |
| Schutzklasse |
IP 54 |
| Geräuschpegel (ca.) |
62 dB(A) |
| Maße (L x B x H) |
375 x 215 x 315 mm |
| Gewicht (ca.) |
11,55 kg |
| Umgebungstemperatur |
-10 °C bis +40 °C |
| Konformität |
CE — Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, EMV-Richtlinie 2014/30/EU, Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU |
Wartung und Filterwechsel
Die TP 8 ist auf geringen Wartungsaufwand ausgelegt. Empfohlen wird eine Sichtprüfung von Anschlussleitung, Saugschlauch und Gehäuse vor jedem Einsatz. Das Kondensat aus dem Wasserabscheider entfernen Sie über die Ablassschraube am Behälterboden — bei feuchten Anwendungen am Ende des Prüftages, sonst regelmäßig im Service-Intervall. Den Filtereinsatz im Wasserabscheider tauschen Sie je nach Verschmutzungsgrad: Sechskantschraube SW 22 lösen, Behälter über die Rändelschraube abnehmen, alten Filter entnehmen, neuen Filter (Artikel-Nr. LHF022.001) auf die Kunststoffkappe setzen, Behälter mit Dichtungsring eindrehen, Sechskantschraube vorsichtig anziehen.
Eine Komplett-Wartung des Aggregats wird je nach Einsatzhäufigkeit empfohlen — bei intensivem Einsatz mindestens einmal jährlich, bei gelegentlicher Nutzung entsprechend seltener. Wartungs- und Reparaturarbeiten am Aggregat selbst werden ausschließlich durch unsere Kundendienstabteilung ausgeführt.
Häufige Fragen
Welche Vakuumglocken passen zur TP 8?
An die TP 8 passen alle Vakuumglocken aus dem AB-Industrie-Service-Sortiment mit Schnellkupplung NW 7,2 — also Vakuumglocke für Stumpfnähte, Vakuumglocke für Kehlnähte, alle Rundnaht-Glocken (DN 32 bis DN 1000+, eindimensional und dimensionsvariabel) und die zylindrische Vakuumglocke. Dank der höheren Förderleistung (8 statt 6 m³/h) ist die TP 8 besonders für große Glocken-Bauformen ausgelegt — also dimensionsvariable Glocken über DN 200 oder zylindrische Glocken Ø 300 mm und größer. Bei der zylindrischen Glocke zwingend in Verbindung mit dem Vakuumregulierventil betreiben (Druckbegrenzung pro Ø-Stufe).
Reicht das Endvakuum von -850 mbar für die Blasenprüfung aus?
Ja. Der Arbeitsbereich der Vakuum-Blasenprüfung liegt typischerweise zwischen -150 mbar und -500 mbar Differenzdruck zur Atmosphäre — abhängig vom Regelwerk: ASME V Mandatory Appendix II fordert mindestens -150 mbar, DVGW G 469 (A) Verfahren E3 sieht 200–500 mbar vor, DVS 2225-2 für KDB-Reparaturstellen ca. -300 mbar. Mit -850 mbar Endvakuum hat die TP 8 in jedem dieser Anwendungsfälle ein deutliches Reservevakuum.
Worin liegt der Vorteil der ölfreien Drehschieberpumpe gegenüber einer ölgeschmierten?
Die ölfreie Bauweise spart den Ölwechsel und verhindert, dass Ölnebel in den Saugkreis gelangt und das Lecksuchspray oder die geprüfte Naht kontaminiert. Außerdem ist die TP 8 dadurch in hygienisch sensiblen Umgebungen einsetzbar — etwa an Edelstahl-Behältern im Lebensmittel- und Pharmabereich, wo eine Ölkontamination ausgeschlossen sein muss. Das Gerät kann zudem in beliebiger Lage transportiert werden, ohne dass Öl austritt.
Welche Norm regelt die Vakuum-Blasenprüfung?
Methodisch ist das Blasenprüfverfahren in DIN EN 1593:1999-11 beschrieben (Tauch- und Filmverfahren). Die übergeordnete Auswahl-Norm DIN EN 1779:1999-11 (Neufassung als Entwurf prEN 1779:2024) klassifiziert die Vakuumglocken-Variante als Methode C3. International ist ASME BPVC Section V, Article 10, Mandatory Appendix II die Standardreferenz für die Vakuumkasten-Technik. Für KDB-Schweißnähte gilt DVS-Richtlinie 2225-2:2019-02, für Fernwärme-Schweißnähte DVGW-Arbeitsblatt G 469 (A):2019-07 Verfahren E3.
Was ist der optionale Druckanschluss bei der TP 8?
Die TP 8 ist optional mit einem zusätzlichen Druckanschluss bis 1 bar verfügbar — abgesichert mit einem Überdrucksicherheitsventil. Damit kann das Gerät neben der Vakuum-Lecksuche auch als kompakte Druckluftquelle für Prüfaufgaben eingesetzt werden, bei denen ein leichter Überdruck statt Vakuum gefragt ist. Die Variante mit Druckanschluss ist eine Bestelloption — bitte vor der Bestellung angeben, ob der Druckanschluss benötigt wird.
Welches Lecksuchspray sollte zur TP 8 verwendet werden?
Für allgemeine Schweißnaht-Prüfungen empfehlen wir ein Lecksuchspray mit DIN-DVGW-Zulassung — siehe Lecksuchspray mit DIN-DVGW-Reg.-Nr. NG-5170BR5843. Für Einsätze bei niedrigen Temperaturen gibt es das kältestabile Lecksuchspray bis -15 °C. Reines Spülmittel-Wasser-Gemisch ist nach DIN EN 14291 für sicherheitsrelevante Prüfungen nicht zulässig.
Kann das Gerät auch auf Baustellen mit Notstromaggregat betrieben werden?
Grundsätzlich ja, sofern das Notstromaggregat eine ausreichend stabile 230-V-Spannung mit der nötigen Leistungsreserve liefert. Bei größeren Spannungsschwankungen drohen Motorschäden — laut Gebrauchsanleitung ist hier besondere Vorsicht geboten. Ein Anschluss an die normale Schutzkontakt-Steckdose ist immer die zuverlässigere Variante.
In welche Länder liefern Sie das Gerät?
Versand in alle EU-Länder, in die Schweiz und nach Norwegen. Andere Länder auf Anfrage.
Angaben zu Maßen, Werten und Eigenschaften nach bestem Wissen und Gewissen. Trotz sorgfältiger Pflege können sich Fehler einschleichen — verbindlich sind die Angaben des Herstellers im Datenblatt sowie die tatsächliche Lieferung. Bei Unstimmigkeiten oder Detailfragen schreiben Sie an info@ab-industrie.de.
Überarbeitet: 05/2026