Vakuumglocke Rundnaht DN 250 – passgenau für die Blasenprüfung am Rohr
Die Vakuumglocke Rundnaht DN 250 ist eine eindimensionale Glocke für die lokale Vakuum-Blasenprüfung an Rohrumfangsnähten DN 250 (Rohr-Außendurchmesser ca. 273 mm), hergestellt von AB Industrie Service. Wenn Sie auf dieser Seite gelandet sind, suchen Sie wahrscheinlich die passende Glocke für eine Rundnaht-Prüfung an einer DN-250-Leitung — Stutzenanschluss, Reparaturstelle, T-Stoß oder eine punktuelle Nachprüfung im laufenden Betrieb.
Die Glocke umschließt die Naht ringförmig. Aufsetzen, Naht mit Lecksuchspray benetzen, an die Vakuumpumpe TP 6 (oder größer) anschließen, evakuieren — sichtbare Blasenbildung zeigt die Leckstelle exakt an. Empfindlichkeit der Methode liegt im Bereich 10⁻³ bis 10⁻⁵ mbar·l/s — ausreichend für alle sicherheits- und umweltrelevanten Dichtheitsprüfungen an Rohrleitungen, Behälteranschlüssen und Auffangsystemen.
Aufbau und Material
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Sichtglas: flexibel, bruchstabil bei üblichem Gebrauch — direkter Blick auf die Naht während der Prüfung.
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Profilgummi-Dichtung: weich eingedichtet, passt sich an Rohrkrümmung und kleinere Oberflächenunebenheiten an.
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Anschlussschlauch 1,5 m: bereits konfektioniert im Lieferumfang — kein zusätzliches Schlauchmaterial nötig.
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Anschluss NW 7,2: wahlweise als Kupplung oder Stecker — passt zu allen gängigen Vakuumlecksuchgeräten und zu unserer TP-Serie.
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Vakuumventil: zum Belüften nach der Prüfung, bevor die Glocke abgenommen wird.
Anschluss-Variante – Kupplung oder Stecker?
Beide Varianten haben den gleichen Nennquerschnitt NW 7,2 und sind miteinander koppelbar. Welche Variante Sie wählen, hängt davon ab, was an Ihrem Vakuumlecksuchgerät bzw. an Ihrem Schlauchsystem verbaut ist:
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Kupplung NW 7,2 (Standard): sitzt am Glocken-Schlauch — der Stecker am Pumpenschlauch wird eingerastet. Üblich bei Erstausstattung mit unserer TP-Serie.
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Stecker NW 7,2: für den umgekehrten Fall — wenn Ihr vorhandener Pumpenschlauch bereits eine Kupplung am Ende trägt.
Im Zweifel passt die Kupplungs-Variante. Wenn Sie die Glocke an ein anderes Lecksuchgerät anschließen wollen, prüfen Sie vorher das dort verbaute Anschluss-System.
Achtung: Die Glocke ist auf den Außendurchmesser eines DN-250-Rohres (ca. 273 mm) ausgelegt. Liegt Ihr Rohr-Außendurchmesser darüber oder darunter, dichtet die Glocke nicht zuverlässig ab — wählen Sie dann die nächstpassende Größe aus der Sortimentsübersicht weiter unten.
Anwendung – kurzer Ablauf
- Naht reinigen — Schweißschlacke, Spritzer, Fett, Öl entfernen.
- Lecksuchspray gleichmäßig auf den Prüfbereich aufbringen.
- Glocke auf die Naht aufsetzen, leicht andrücken.
- Schlauch an das Vakuumlecksuchgerät anschließen, evakuieren bis zum Sollunterdruck (typisch −200 bis −500 mbar je nach Regelwerk).
- Durch das Sichtglas auf Blasenbildung beobachten — Haltezeit nach Regelwerk: ≥ 10 s nach DVS 2225-2, ≥ 30 s nach DVGW G 469 (A) Verfahren E3.
- Belüftungsventil öffnen, Glocke abnehmen, ggf. umsetzen mit Überlappung (≥ 50 mm nach ASME V Mandatory Appendix II, ≥ 100 mm nach DVS 2225-2).
Typische Einsatzbereiche
- Rohrumfangsnähte an Edelstahl- und Stahlrohren DN 250
- Stutzenanschlüsse und Übergänge an Behältern
- Reparaturstellen und punktuelle Nachprüfungen
- Fernwärme-Leitungs-Schweißnähte (DVGW G 469 (A) Verfahren E3)
- Auffangwannen und Sekundärabdichtungen nach WHG / AwSV
- T-Stöße und Eckverbindungen an Kunststoffdichtungsbahnen (DVS 2225-2)
Hinweis: Aus der Praxis raten wir vom optionalen
Vakuummeter direkt an der Glocke ab. Der Unterdruck wird ohnehin am Manometer der Pumpe angezeigt — das reicht für die Blasenprüfung. Ein zusätzliches Anbauteil bedeutet ein zusätzliches Bauteil, das beschädigt werden oder undicht werden kann. Wer das Manometer trotzdem direkt am Prüfort braucht, kann es bestellen — es ist nur in Verbindung mit der Glocke lieferbar und wird fest montiert.
Gefahr: Tätigkeiten an unter Druck stehenden Anlagen und Komponenten dürfen nur durch befähigte Personen unter Beachtung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften durchgeführt werden. Vor Gebrauch sind Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Prüfpflichten im Einzelfall maßgeblich.
Lieferumfang
- Vakuumglocke Rundnaht DN 250 mit Sichtglas und Profilgummi-Dichtung
- Vakuumventil zum Belüften nach der Prüfung
- Anschlussschlauch 1,5 m, vormontiert
- Schnellkupplung oder -stecker NW 7,2 (Variante bei Bestellung wählbar)
Nicht im Lieferumfang: Vakuumlecksuchgerät und Lecksuchspray. Die Glocke wird zusammen mit dem TP 6 oder einer vergleichbaren Vakuumpumpe und einem Lecksuchspray nach DIN EN 14291 betrieben.
Passende Glocke im Sortiment
Liegt Ihr Rohrdurchmesser außerhalb von DN 250 oder benötigen Sie eine andere Naht-Geometrie, finden Sie das passende Modell im Sortiment. Drei Bauformen — eindimensionale Rundnaht-Glocken (für eine konkrete Nennweite), dimensionsvariable Rundnaht-Glocken (für einen Bereich) und Sonderformen für Stumpf-, Kehl-, Eck- und Überlappnähte sowie zylindrische Bauteile.
Eindimensionale Rundnaht-Glocken
Dimensionsvariable Rundnaht-Glocken
Sonderformen – andere Naht-Geometrien
Für Sonderanfertigungen (Bahn, Schiffbau, Sonderformen) schreiben Sie uns kurz an info@ab-industrie.de mit Angabe von Rohr-Außendurchmesser, Naht-Geometrie und gewünschtem Anschluss.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Nennweite |
DN 250 (eindimensional) |
| Eignung |
Rundnähte an Rohren DN 250 (Außendurchmesser ca. 273 mm) |
| Sichtglas |
flexibel, bruchstabil bei üblichem Gebrauch |
| Dichtung |
weicher Profilgummi |
| Anschluss |
Kupplung oder Stecker NW 7,2 (Variante bei Bestellung) |
| Anschlussschlauch |
1,5 m, vormontiert |
| Vakuumventil |
integriert, zum Belüften nach der Prüfung |
| Herstellung |
Eigenproduktion AB Industrie Service |
| Empfohlenes Zubehör |
Vakuumlecksuchgerät TP 6, Lecksuchspray nach DIN EN 14291 |
Häufige Fragen
Für welche Rohrgröße ist die Vakuumglocke Rundnaht DN 250 geeignet?
Die Vakuumglocke Rundnaht DN 250 ist auf Rundnähte an Rohren mit Nennweite DN 250 ausgelegt — der Rohr-Außendurchmesser liegt dabei je nach Norm und Wandstärke bei etwa 273 mm. Liegt Ihr tatsächlicher Außendurchmesser deutlich darüber oder darunter, wählen Sie die nächstpassende Glockengröße aus der Sortimentsübersicht weiter oben.
Welches Vakuumlecksuchgerät passt zur Glocke?
Die Vakuumglocke Rundnaht DN 250 passt zu allen Vakuumlecksuchgeräten mit Schnellkupplung NW 7,2. Aus unserem Sortiment ist das Standard-Gerät das Vakuumlecksuchgerät TP 6 — ölfrei, 6 m³/h Förderleistung, −850 mbar Endvakuum. Förderleistung und Endvakuum reichen für die Glocke deutlich aus.
Soll ich die Variante mit Kupplung oder mit Stecker bestellen?
Im Zweifel die Kupplungs-Variante. Sie ist Standard bei Erstausstattung mit unserer TP-Serie — der Stecker am Pumpenschlauch rastet in die Kupplung der Glocke ein. Die Stecker-Variante an der Glocke wählen Sie nur, wenn Ihr vorhandener Pumpenschlauch bereits eine Kupplung am Ende trägt. Beide Varianten haben den gleichen Nennquerschnitt NW 7,2 und sind miteinander koppelbar.
Brauche ich ein Vakuummeter direkt an der Glocke?
In der Regel nicht. Der Unterdruck wird ohnehin am Manometer der Vakuumpumpe angezeigt — das reicht für die Vakuum-Blasenprüfung. Aus der Praxis raten wir vom zusätzlichen Vakuummeter eher ab, weil es ein weiteres Bauteil ist, das beschädigt oder undicht werden kann. Wer es trotzdem fest an die Glocke montiert haben möchte, kann das Vakuummeter (Aufpreis) in Verbindung mit der Glocke bestellen.
Welche Norm regelt die Vakuum-Blasenprüfung?
Methodisch ist das Blasenprüfverfahren in DIN EN 1593:1999-11 beschrieben. Die übergeordnete Auswahl-Norm DIN EN 1779 (Neufassung als Entwurf prEN 1779:2024) klassifiziert die Vakuumglocken-Variante als Methode C3. International ist ASME BPVC Section V, Article 10, Mandatory Appendix II die Standardreferenz. Für KDB-Schweißnähte gilt DVS-Richtlinie 2225-2:2019-02, für Fernwärme-Schweißnähte DVGW-Arbeitsblatt G 469 (A):2019-07 Verfahren E3.
Welcher Unterdruck wird beim Prüfen aufgebaut?
Der Arbeitsbereich der Vakuum-Blasenprüfung liegt typischerweise zwischen −150 mbar und −500 mbar Differenzdruck zur Atmosphäre. Konkret: ASME V Mandatory Appendix II fordert mindestens −150 mbar, DVGW G 469 (A) Verfahren E3 sieht 200–500 mbar vor, DVS 2225-2 für KDB-Reparaturstellen ca. −300 mbar. Für die Glocke selbst spielt die genaue Höhe keine Rolle — sie ist bis zum vollen Vakuum der Pumpe einsetzbar.
Welches Lecksuchspray sollte verwendet werden?
Empfohlen wird ein Lecksuchspray nach DIN EN 14291 — siehe Lecksuchspray mit DIN-DVGW-Reg.-Nr. NG-5170BR5843. Für Einsätze bei niedrigen Temperaturen gibt es das kältestabile Lecksuchspray bis −15 °C. Reines Spülmittel-Wasser-Gemisch ist nach DIN EN 14291 für sicherheitsrelevante Prüfungen nicht zulässig.
Bieten Sie auch Sonderanfertigungen an?
Ja. Für andere Rohrdurchmesser, Stumpf-, Eck- und Kehlnähte sowie Sonderformen (Bahn, Schiffbau, zylindrische Glocken Ø 100–500 mm) fertigen wir nach Kundenwunsch. Schreiben Sie uns kurz an info@ab-industrie.de mit Angabe von Rohr-Außendurchmesser, Naht-Geometrie und gewünschtem Anschluss.
Angaben zu Maßen, Werten und Eigenschaften nach bestem Wissen und Gewissen. Trotz sorgfältiger Pflege können sich Fehler einschleichen — verbindlich sind die Angaben des Herstellers im Datenblatt sowie die tatsächliche Lieferung. Bei Unstimmigkeiten oder Detailfragen schreiben Sie an info@ab-industrie.de.
Überarbeitet: 05/2026