Schwerlast-Königsklasse – mit verstellbaren Rollenaufnahmen
Bei Rohren über DN 900, bei dickwandigen Großrohren mit hohem Eigengewicht und überall dort, wo die Tragkraft eines Standard-Rollenbocks nicht mehr reicht, kommt diese Variante ins Spiel: Der Rollenbock bis DN 1500 mit 2.000 kg Tragkraft ist die Schwerlast-Königsklasse aus unserem Sortiment – ausgelegt für die wirklich großen Stränge im Pipelinebau, in der Fernwärme-Verlegung und im industriellen Anlagenbau. Eine massive verzinkte Stahlkonstruktion, eine Walze mit 108 mm Durchmesser und – das ist der entscheidende Unterschied zu den kleineren Klassen – zwei verstellbare Rollenaufnahmen, die unabhängig voneinander in der Position arretiert werden können.
Die Rohrtransportrolle deckt einen Rohrbereich von DN 400 bis DN 1500 ab. Wer auf einer Großbaustelle mit unterschiedlichen Rohrgrößen arbeitet – etwa Hauptleitung DN 1200 plus Anschluss-Rohre DN 600 – kann denselben Bock für beide Größen nutzen, indem er die Rollenaufnahmen entsprechend einstellt. Das ist die echte Stärke dieser Klasse: nicht nur Schwerlast, sondern auch Flexibilität.
Hinweis: Die Transportrolle für Rohre ist zum Verschieben von Rohren in Längsrichtung und zum Ziehen von Rohrsträngen gebaut. Ein Drehen des Rohres um die eigene Achse – etwa für umlaufende Rundnähte – ist mit dieser Bauform nicht vorgesehen. Wer ein Rohr drehen muss, braucht einen Schweißrollenbock; das ist eine andere Geräteklasse.
Verstellbare Rollenaufnahmen – das Alleinstellungsmerkmal
Zwei Rollen, vier Arretierungspunkte je Seite, unabhängig einstellbar
Im Gegensatz zu den kleineren Klassen mit fester Walzen-Auflage hat dieser Rollenbock zwei separate Rollenaufnahmen, die auf einem Querbalken montiert sind. Jede der beiden Rollenaufnahmen kann an vier vorgegebenen Arretierungspunkten positioniert und mittels Bolzen fixiert werden. Beide Rollen sind dabei unabhängig voneinander einstellbar – das ergibt eine Vielzahl von Kombinationen, mit denen sich der Auflage-Abstand exakt auf den jeweiligen Rohrdurchmesser anpassen lässt.
Wie die Anpassung funktioniert
Bei einem kleineren Rohr (z. B. DN 600) werden die beiden Rollen näher zusammengeschoben und an den inneren Arretierungspunkten fixiert. Das Rohr liegt auf einer schmaleren V-Auflage, mit dem entsprechenden Klemm-Effekt gegen seitliches Wegrollen. Bei einem großen Rohr (z. B. DN 1400) werden die Rollen weiter auseinander positioniert – das Rohr liegt breiter aufliegend, was bei Großrohren mit hohem Eigengewicht die bessere Lastverteilung ergibt. Die Bolzen-Arretierung hält die Position auch unter Schwerlast und Schub sicher.
Tipp – Anwendungs-Vielfalt: Wer auf wechselnden Großbaustellen unterwegs ist und mit unterschiedlichen Rohrdurchmessern arbeitet, hat mit dieser Variante einen Bock, der praktisch das gesamte Großrohr-Spektrum abdeckt. DN 400 für Anschluss-Leitungen, DN 800 für die mittlere Hauptleitung, DN 1500 für die große Trasse – ein Bock, drei Einstellungen. Das spart die Anschaffung mehrerer spezialisierter Schwerlast-Rollenböcke.
Verarbeitung im Detail
Walze 200 mm × Ø 108 mm
Die Walze ist 200 mm lang und hat einen Durchmesser von 108 mm – das ist mehr als doppelt so viel wie die 50 mm der DN-650-Klasse. Der größere Durchmesser ist bei Schwerlast unverzichtbar: Er verteilt die punktuelle Last besser, reduziert die Reibung beim Strangziehen und sorgt dafür, dass die Walze auch unter 2.000 kg Last rund läuft, statt sich auf Dauer ovalzudrücken.
Kugellager, schwerlast-tauglich
Beide Walzen laufen auf Kugellagern, die für die Schwerlast-Anwendung dimensioniert sind. Dass das Lager bei einer 90-kg-Transportrolle für Rohre unter 2.000 kg Rohrlast leichtgängig dreht, ist der Unterschied zwischen einem Strang, der sich auf der Trasse bewegen lässt, und einem, der festsitzt.
Verzinkter Stahlrahmen mit großzügiger Aufstellfläche
Der Rahmen ist aus Stahl gebaut und feuerverzinkt. Aufstellfläche ca. 1.000 × 1.700 mm, Höhe ca. 350 mm – das sind die Dimensionen, die ein DN-1500-Rohr standsicher trägt, ohne zu kippeln. Die Verzinkung hält im Erdkontakt und im Witterungs-Einsatz.
Eigengewicht 90 kg
Mit ca. 90 kg Eigengewicht ist diese Variante deutlich schwerer als die kleineren Klassen (14 kg DN 650, 22 kg DN 900) – die Konsequenz der größeren Stahlkonstruktion, der breiteren Walzen, des verstellbaren Mechanismus. Der Bock steht dadurch auch unter Schwerlast und Schub fest in der Linie, ohne weggedrückt zu werden.
Gefahr – Hubmittel-Pflicht: 90 kg sind kein Solo-Heben. Versuche, einen einzelnen Rollenbock dieser Klasse allein vom Pritschenwagen oder von der Palette zu heben, führen zu Rückenverletzungen und sind unter den geltenden Arbeitsschutz-Bestimmungen für Heben und Tragen nicht zulässig. Pflicht ist: Hubmittel (Stapler, Kran, Hebezug), Sackkarre oder mindestens zu zweit unter Beachtung der Hebe-Technik. Auf der Baustelle, einmal aufgestellt, kann der Bock anschließend zu zweit auf kurze Distanzen versetzt werden.
Drei Anwendungen, ein Bock
Pipelinebau mit Großrohren
Im Pipelinebau für Gas, Öl und Fernwärme liegen die Hauptleitungen oft im DN-1000- bis DN-1500-Bereich. Eine einzige solche Trasse kann mehrere hundert Tonnen Rohr-Gewicht ausmachen – die Last je Bock summiert sich entsprechend. Die 2.000 kg Tragkraft je Rohrtransportrolle sind hier nicht Reserve, sondern Voraussetzung. Die verstellbaren Rollenaufnahmen helfen, wenn auf derselben Trasse Rohrdurchmesser wechseln (Hauptleitung plus Anschluss).
HDD-Strangverlegung mit Schwerlast-Strängen
Bei Spülbohrverfahren mit großen Rohrdurchmessern und langen Strängen entstehen punktuelle Lasten, die jeden einzelnen Bock auf Schwerlast belasten. Die DN-1500-Variante ist die einzige Variante im Sortiment, die für diese Lasten bemessen ist. Die schwere Bauform mit 90 kg Eigengewicht hält den Bock auch unter dem Rückzug-Schub stabil in Position.
Industrielle Großrohrleitungen
Im Industriebau – Kraftwerke, Chemie-Anlagen, große Versorgungsnetze – sind Großrohre über DN 1000 keine Seltenheit. Mit einer Tragkraft von 2.000 kg und einem Rohrbereich bis DN 1500 deckt diese Rohrtransportrolle den Schwerlast-Bedarf in diesem Segment ab.
Tipp: Bei einer Schwerlast-Strangverlegung sollten die Rollenböcke im Abstand von 6 bis 10 m stehen. Bei dickwandigen Großrohren oder wassergefüllten Rohren beim Druckprüfen tendenziell näher (6 m), bei dünnwandigen PE-Großrohren weiter (8 bis 10 m). Wichtig: Auch bei 2.000 kg Tragkraft je Bock immer das Rohrgewicht je laufendem Meter im Auge behalten – im Zweifel kürzer takten.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Geeignet für Rohr-Außendurchmesser |
DN 400 bis DN 1500 |
| Tragkraft |
2.000 kg |
| Walze – Länge |
200 mm |
| Walze – Durchmesser |
108 mm |
| Anzahl Walzen |
2 (separat verstellbar) |
| Arretierungspunkte je Walzen-Aufnahme |
4 (unabhängig voneinander einstellbar) |
| Lagerung |
Kugellager, schwerlast-tauglich |
| Maße (L × B × H) |
ca. 1.000 × 1.700 × 350 mm |
| Eigengewicht |
ca. 90 kg |
| Rahmen |
Stahl, feuerverzinkt |
| Bewegungsrichtung |
Längsverschieben, Strangziehen (kein Drehen um die Rohrachse) |
| Einsatzschwerpunkt |
Pipelinebau, Fernwärme, Schwerlast-HDD-Verlegung |
Typische Einsatzbereiche
- Pipelinebau mit Großrohren bis DN 1500
- Fernwärme-Hauptleitungen mit großem Durchmesser und hohem Rohrgewicht
- HDD-Strangverlegung mit Schwerlast-Strängen über DN 900
- Industrielle Großrohrleitungen in Kraftwerken und Chemie-Anlagen
- Druckprüfungen mit wassergefüllten Großrohren
- Mischbetrieb mit wechselnden Rohrdurchmessern auf einer Trasse — eine Transportrolle für Rohre für mehrere Größen
Hinweis: Für die Vormontage von PE-Großrohren bis DN 1500 sind im Sortiment passende Großrohr-Werkzeuge verfügbar – etwa
Stumpfschweißgeräte in der entsprechenden Größenklasse, dazu
Wulstentferner für die Schweißnaht-Nachbearbeitung.
Im Vergleich: die Schwerlast-Reihe
Für den Schwerlast-Bereich gibt es im Sortiment drei Klassen, von DN 650 bis DN 1500 – mit unterschiedlicher Tragkraft, unterschiedlichem Walzen-Durchmesser und unterschiedlicher Auflage-Geometrie. Die Wahl hängt vom Rohrdurchmesser, vom Rohr-Gewicht und vom Anwendungsspektrum ab.
| Eigenschaft |
DN 650
1.000 kg
|
DN 900
1.000 kg
|
DN 1500
2.000 kg (aktuell)
|
| Rohrbereich |
bis DN 650 |
DN 200–900 |
DN 400–1500 |
| Tragkraft |
1.000 kg |
1.000 kg |
2.000 kg |
| Eigengewicht |
ca. 14 kg |
ca. 22 kg |
ca. 90 kg |
| Walze (Länge × Ø) |
180 × Ø 50 mm |
300 × Ø 60,3 mm |
200 × Ø 108 mm |
| Auflage-Geometrie |
V-Auflage |
V-Auflage 28° |
2 Walzen, verstellbar |
| Anpassbarer Rohrabstand |
nein (fest) |
nein (fest 28°) |
✓ 4 Punkte je Rolle |
| Maße (L × B × H) |
400 × 520 × 240 mm |
900 × 400 × 300 mm |
1.000 × 1.700 × 350 mm |
| Mittlere Rohre bis DN 650 |
✓ |
möglich |
überdimensioniert |
| Großrohre DN 700–900 |
nicht geeignet |
✓ |
✓ |
| Schwerlast-Großrohre > DN 900 |
nicht geeignet |
nicht geeignet |
✓ |
| Rohrlast über 1.000 kg / Bock |
nicht geeignet |
nicht geeignet |
✓ |
| Solo-Handhabung |
✓ |
möglich |
Hubmittel-Pflicht |
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aktuelles Modell |
Tipp – die richtige Wahl: Wer ausschließlich mit Rohren bis DN 650 arbeitet, ist mit der
DN-650-Variante richtig – kompakter, leichter, günstiger. Wer mit Großrohren bis DN 900 hantiert, fährt mit der
DN-900-Variante richtig. Diese DN-1500-Schwerlast-Variante kommt dort ins Spiel, wo Rohrdurchmesser über DN 900 oder Lasten über 1.000 kg pro Bock im Spiel sind – und überall dort, wo wechselnde Rohrgrößen auf einer Trasse die Anpassbarkeit der Rollenaufnahmen rechtfertigen.
Alle Rollenböcke im Überblick
Häufige Fragen
Wie funktionieren die verstellbaren Rollenaufnahmen?
Jede der beiden Walzen-Aufnahmen kann an vier vorgegebenen Arretierungspunkten positioniert und mit einem Bolzen fixiert werden. Beide Aufnahmen sind dabei unabhängig voneinander einstellbar. Bei kleineren Rohren stehen die Walzen näher zusammen, bei großen Rohren weiter auseinander – die Auflage passt sich so an den jeweiligen Rohrdurchmesser an, ohne dass ein anderer Bock gebraucht wird.
Welche Rohrgrößen passen tatsächlich auf den Rollenbock?
Die Rohrtransportrolle deckt einen Rohrbereich von DN 400 bis DN 1500 ab. Durch die verstellbaren Rollenaufnahmen kann sie über das gesamte Spektrum eingesetzt werden – ohne dass für jede Rohrklasse ein eigener Bock benötigt wird.
Kann ich das Rohr auf dem Rollenbock um die eigene Achse drehen?
Nein. Der Rollenbock ist zum Verschieben in Längsrichtung gebaut und zum Ziehen von Strängen, nicht zum Rotieren des Rohres um die eigene Achse. Wer für umlaufende Rundnähte das Rohr drehen möchte, braucht eine Drehvorrichtung beziehungsweise einen Schweißrollenbock – das ist eine andere Geräteklasse.
Wann brauche ich die DN-1500-Variante, wann reicht die DN-900-Klasse?
Bei Rohrdurchmessern über 900 mm, bei Lasten über 1.000 kg pro Bock (z. B. wassergefüllte Großrohre beim Druckprüfen) und überall dort, wo die Anpassbarkeit der Rollenaufnahmen den Mehrpreis rechtfertigt: DN-1500-Variante. Bei Großrohren bis DN 900 und Lasten bis 1.000 kg ist die kompaktere und deutlich günstigere DN-900-Klasse die wirtschaftlichere Wahl.
Wie viele Rollenböcke brauche ich für eine 200 m lange Großrohr-Trasse?
Bei einem Achsabstand von 6 bis 10 m sind 20 bis 35 Böcke realistisch. Bei dickwandigen oder wassergefüllten Großrohren tendenziell näher (6 m), bei dünnwandigen PE-Großrohren weiter (8 bis 10 m). Bei Schwerlast-Anwendungen mit hohem Rohrgewicht je Meter sollten die Abstände eher am unteren Ende liegen, damit die 2.000 kg Tragkraft je Bock nicht ausgereizt wird.
Wie schwer ist der Rollenbock und wie wird er gehandhabt?
Mit ca. 90 kg Eigengewicht ist diese Variante deutlich schwerer als die kleineren Klassen. Solo-Heben ist nicht möglich und arbeitsschutzrechtlich nicht zulässig. Vom Pritschenwagen oder von der Palette wird der Bock mit Hubmittel (Stapler, Kran, Hebezug) oder Sackkarre versetzt, alternativ mit zwei Personen unter Beachtung der Hebe-Technik. Auf der Baustelle, einmal aufgestellt, ist das Versetzen einzelner Böcke durch zwei Personen auf kurze Distanz möglich.
Eignet sich die DN-1500-Variante auch für beschichtete Rohre?
Bedingt. Die Walzen sind aus Stahl und können bei dauerhaftem Kontakt empfindliche Beschichtungen markieren. Eine PU-Variante in der DN-1500-Klasse ist im Sortiment derzeit nicht vorgesehen. Bei beschichteten Rohren empfiehlt sich auf Anfrage eine Sonderlösung — Frank Abraham gibt Auskunft, was im Einzelfall machbar ist.
Lassen sich die beiden Rollen wirklich unabhängig einstellen?
Ja. Jede der beiden Aufnahmen wird einzeln an einem der vier Arretierungspunkte positioniert und mit Bolzen fixiert. Theoretisch lassen sich die Rollen sogar asymmetrisch einstellen, falls eine besondere Auflage-Geometrie gewünscht ist – im Standard-Anwendungsfall werden sie aber symmetrisch positioniert.
Liefern Sie ins Ausland?
Lieferung innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Lieferungen in andere EU-/EWR-Staaten sind auf Anfrage möglich; bitte sprechen Sie uns an.
Hinweis: Bei Sondermengen für Großprojekte oder kombinierten Bestellungen mit anderen
Rollenböcken aus dem Sortiment können wir individuelle Konditionen anbieten. Sprechen Sie uns an – Frank Abraham, Telefon +49 341 91 87 77 38.