Prüfeinheit Manometer für Rohrabsperrblasen und pneumatische Rohrverschlüsse
Die Prüfeinheit Manometer ist eine kompakte Befüll- und Druckmess-Armatur für pneumatische Rohrabsperrblasen, Prüfblasen und Rohrverschlüsse. Sie wird zwischen Druckluftquelle und Blase geschaltet und zeigt während und nach dem Befüllen den Innendruck an — damit der Anwender den Zieldruck präzise erreicht und während der Absperrung kontrollieren kann, ob der Druck stabil bleibt.
Verfügbar in fünf Druckklassen von 1,5 bis 10,0 bar — passend zur jeweiligen Blasen-Druckklasse im Sortiment. Die Manometer-Skala ist auf den Arbeitsdruck der Klasse abgestimmt: ein 1,5-bar-Arbeitsdruck wird auf einer 0–2,5-bar-Skala angezeigt, ein 6,0-bar-Arbeitsdruck auf einer 0–10,0-bar-Skala. Diese Skalenreserve sorgt dafür, dass der Arbeitsdruck im optimal ablesbaren Mittelbereich des Manometers liegt.
Eigenschaften und Aufbau
Fünf Druckklassen, fünf Manometer-Skalen
Die Prüfeinheit ist als komplette Einheit für eine bestimmte Druckklasse aufgebaut. Beim Bestellen wird die passende Druckklasse zur Blase gewählt — das Manometer ist dann ab Werk passend skaliert. Eine spätere Umrüstung auf eine andere Druckklasse ist nicht vorgesehen; stattdessen werden bei mehreren Druckklassen im Einsatz mehrere Prüfeinheiten beschafft. Bei einem Stückpreis um die 30 Euro ist das die wirtschaftlichere Lösung gegenüber einem Universalmanometer mit grober Skala.
Befüllen und Druckkontrolle
Die Prüfeinheit wird auf das Reifenventil der Blase aufgesteckt und über den zweiten Anschluss mit der Druckluftquelle verbunden — Kompressor, Fußluftpumpe mit Doppelzylinder oder Druckluftflasche. Während des Befüllens zeigt das Manometer den aktuellen Innendruck an. Sobald der Zieldruck erreicht ist, wird die Druckluftquelle abgekoppelt; die Prüfeinheit kann am Blasenventil verbleiben und ermöglicht eine kontinuierliche Druckkontrolle während der Absperrung.
Abgrenzung zum Steuerorgan
Die Prüfeinheit ist eine Mess- und Anschlussarmatur — sie zeigt den Druck an, regelt ihn aber nicht aktiv. Wenn ein Druckminderer mit Sicherheitsventil benötigt wird (Pflicht bei Hochdruck-Anwendungen ab 6 bar — siehe Hochdruckabsperrblase 6 bar und 12 bar), kommt das Steuerorgan zum Einsatz, nicht die Prüfeinheit. Bei Standard-Niederdruck-Anwendungen mit ausreichend druckbegrenzter Quelle (Fußluftpumpe, geregelter Kompressor) reicht die Prüfeinheit aus.
Hinweis: Bei Hochdruck-Anwendungen ab 6 bar Arbeitsdruck reicht die Prüfeinheit allein nicht aus — dort ist ein Steuerorgan mit Druckminderer und Sicherheitsventil zwingend erforderlich, um Überdruck und Bersten der Blase zu verhindern.
Technische Daten
| Druckklasse |
Manometer-Skala [bar] |
Gewicht [kg] |
| 1,5 bar |
0 – 2,5 |
0,4 |
| 2,5 bar |
0 – 2,5 |
0,4 |
| 4,0 bar |
0 – 4,0 |
0,4 |
| 6,0 bar |
0 – 10,0 |
0,4 |
| 10,0 bar |
0 – 16,0 |
0,4 |
Anwendung: Befüllen und Druckkontrolle pneumatischer Rohrabsperrblasen, Prüfblasen, Schachtkissen und Rohrverschlüsse. Anschluss: Reifenventil-Standard.
Häufige Fragen
Welche Druckklasse passt zu welcher Absperrblase?
Die Druckklasse der Prüfeinheit muss zum Arbeitsdruck der Blase passen. Für Standard-Absperrblasen 1,5 bar wird die 1,5-bar-Prüfeinheit gewählt, für 2,5-bar-Blasen die 2,5-bar-Variante, für Hochdruckabsperrblasen 6 bar die 6,0-bar-Variante. Die Skalenreserve des Manometers (etwa 1,5- bis 1,6-fach über Arbeitsdruck) ist Teil der Auslegung — der Arbeitsdruck soll im mittleren Skalenbereich liegen, dort ist die Ablesegenauigkeit am höchsten.
Kann eine Prüfeinheit für mehrere Druckklassen verwendet werden?
Nein, das ist nicht vorgesehen. Eine 10-bar-Prüfeinheit hat zwar nominell genug Skala, um auch eine 1,5-bar-Blase zu prüfen — aber bei einem Arbeitsdruck weit unter dem Skalenende ist die Ablesegenauigkeit deutlich schlechter. Bei mehreren Druckklassen im Einsatz ist es wirtschaftlicher, mehrere Prüfeinheiten zu beschaffen, weil der Stückpreis bei rund 30 Euro liegt.
Reicht die Prüfeinheit als alleinige Sicherung gegen Überdruck?
Nein. Die Prüfeinheit ist ein Mess-Instrument, kein Sicherheitsorgan. Sie zeigt den Druck an, sie begrenzt ihn nicht. Bei Hochdruck-Anwendungen ab 6 bar — wo ein versehentliches Überfüllen die Blase zum Bersten bringen kann — ist ein Steuerorgan mit Druckminderer und Sicherheitsventil zwingend erforderlich. Die Prüfeinheit ist dann eine sinnvolle Ergänzung zur Druckkontrolle, ersetzt aber nicht das Steuerorgan.
Wie wird die Prüfeinheit angeschlossen?
Die Prüfeinheit wird über den Reifenventil-Standard-Anschluss auf das Ventil der Blase aufgesteckt. Auf der anderen Seite wird die Druckluftquelle angeschlossen — Kompressor mit passendem Schlauch, Fußluftpumpe oder Druckluftflasche. Während des Befüllens bleibt die Einheit montiert; nach Erreichen des Zieldrucks kann die Druckluftquelle abgekoppelt werden, die Prüfeinheit selbst bleibt am Ventil und ermöglicht die laufende Druckkontrolle.
Liefern Sie die Prüfeinheit auch ins Ausland?
Versand in alle EU-Länder, in die Schweiz und nach Norwegen. Andere Länder auf Anfrage über info@ab-industrie.de.
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Überarbeitet: 05/2026