Die kompakte Verlegerolle für Rohr, Kabel und Strang
Wer im Rohrleitungsbau arbeitet, kennt das Bild: Ein PE-Rohr DA 315 liegt auf der Baustelle, soll bis an die Schweißmaschine verschoben oder als Strang in die Bohrung gezogen werden – und jeder Handgriff zählt. Der Rollenbock bis DA 315 nimmt dem Strang die Reibung. Eine breite Walze, ein verzinkter Stahlrahmen, ein Bodenblech gegen Einsinken – mehr braucht es im Tiefbau-Alltag oft nicht.
Die Tragkraft von 300 kg festigkeitsgeprüft reicht für PE- und Stahlrohre bis 315 mm Außendurchmesser, deckt aber genauso die Anforderungen beim Kabelziehen und bei der Strangverlegung im Spülbohrverfahren ab. Drei Einsatzfelder, ein Werkzeug.
Hinweis: Der Rollenbock ist zum Verschieben von Rohren in Längsrichtung und zum Ziehen von Rohrsträngen gebaut. Ein Drehen des Rohres um die eigene Achse – etwa für umlaufende Rundnähte – ist mit dieser Bauform nicht vorgesehen.
Stabiler Rahmen, der auf der Baustelle aushält
Der Rahmen ist aus Stahl gebaut und feuerverzinkt – nicht lackiert, nicht beschichtet, sondern in der Zinkschicht, die im Erdkontakt, im Regen und im Matsch standhält. Das Bodenblech verteilt das Gewicht auf eine größere Fläche, sodass der Bock auf weichem Untergrund nicht einsinkt. Klare Konstruktion ohne Spielereien.
Kugellager, die nicht beim ersten Sandkorn aufgeben
Die Walze läuft auf staub- und schmutzgeschützten Kugellagern. Wer schon einmal erlebt hat, wie ein günstiger Rollenbock nach zwei Wochen Baustelle quietscht, weil der Sand ins Lager gezogen ist, weiß: Eine Lager-Abdichtung ist auf der Baustelle kein Komfort, sondern Voraussetzung. Das Rohr läuft leicht, auch wenn es einmal länger im Graben gelegen hat.
Drei Anwendungen, ein Bock
Rohrleitungsbau – der Schwerpunkt
Vormontage von Stahlrohr-Strängen, Verschieben von PE-Rohren bis an die Schweißmaschine, Ausrichten vor dem Einlassen in den Graben – die klassische Aufgabe. Bei einem Strang werden mehrere Böcke in Reihe gestellt, das Rohr läuft sauber und ohne Bodenkontakt.
Kabel- und Leitungsverlegung
Beim Abrollen vom Trommelständer und beim Einziehen in Leerrohre brauchen Kabel und Leitungen eine reibungsarme Auflage. Die breite Walze des Rollenbocks führt das Material schonend, ohne dass der Mantel auf Steinen oder Grabenkanten scheuert.
HDD-Strangverlegung
Beim Spülbohrverfahren wird der vorgeschweißte PE-Strang in einer Reihe auf dem Boden gelagert und in das Bohrloch eingezogen. Die Rollen halten den Strang in Linie und schonen den Außenmantel beim Rückzug. Auf typischen Baustellen werden 10 bis 30 Stück hintereinander aufgestellt – der DA 315 ist hier die Standardgröße für Versorgungsleitungen.
Tipp: Bei einer Strangverlegung sollten die Böcke im Abstand von 6 bis 10 m stehen. Engere Abstände bringen wenig zusätzlichen Nutzen, größere Abstände führen dazu, dass das Rohr zwischen den Böcken durchhängt und am Boden schleift.
Kompakt im Transport, schnell zur Hand
Der Rollenbock bis DA 315 ist niedrig, leicht und robust genug, um im Pritschenwagen oder im Anhänger ungesichert mitgenommen zu werden. Mit einem Eigengewicht von rund 4 kg lässt er sich vom Vorarbeiter allein versetzen – auch zwanzigmal am Tag, wenn das Rohr Stück für Stück in den Graben wandert.
Achtung: Für PE-, PP- oder FBE-beschichtete Stahlrohre ist eine Stahlwalze nicht die erste Wahl, weil sie den empfindlichen Außenmantel auf Dauer markieren kann. In diesen Fällen empfehlen wir den
Rollenbock mit Polyurethan-Walze bis DN 650 – schont die Beschichtung und nimmt Vibrationen aus dem Strang.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Geeignet für Rohr-Außendurchmesser |
bis DA 315 mm |
| Tragkraft |
300 kg, festigkeitsgeprüft |
| Arbeitsbreite Walze |
180 mm |
| Grundfläche (B × T) |
250 × 250 mm |
| Eigengewicht |
ca. 4 kg |
| Rahmen |
Stahl, feuerverzinkt |
| Walze |
Stahl, kugelgelagert (staub- und schmutzgeschützt) |
| Bodenblech |
integriert, gegen Einsinken auf weichem Untergrund |
| Bewegungsrichtung |
Längsverschieben, Strangziehen (kein Drehen um die Rohrachse) |
| Einsatzbereich |
Rohrleitungsbau, Kabelverlegung, HDD-Strangverlegung |
Typische Einsatzbereiche
- Verschieben von PE-Rohren bis an die Heizelement-Stumpfschweißmaschine
- Vormontage und Ausrichten von Stahlrohr-Strängen vor dem Einlassen in den Graben
- Verschieben von Rohrleitungen am Grabenrand mit minimalem Kraftaufwand
- Strangverlegung beim grabenlosen Einbau (HDD-Spülbohrverfahren)
- Abrollen und Einziehen von Kabeln und Leerrohren
- Lager- und Pufferplatz an Schweißmaschinen, Schälgeräten und Wulstentfernern
Im Vergleich: V-Form oder gerade Walze?
Den Rollenbock bis DA 315 gibt es bei uns in zwei Varianten. Beide sind zum Verschieben von Rohren und zum Ziehen von Strängen gebaut – der Unterschied liegt darin, wie das Rohr auf dem Bock liegt. Die gerade Walze (dieses Modell) hat eine breite, durchgehende Auflage – das Rohr läuft schnell, kann bei seitlicher Last aber abrollen. Die V-Form-Variante hat zwei gegeneinander geneigte Rollen, in die das Rohr selbstzentrierend einläuft – dort bleibt es auch ohne Festhalten in der Achse. Wer beides macht, hat üblicherweise beide Varianten im Pritschenwagen.
Alle Rollenböcke im Überblick
Häufige Fragen
Welcher Rohrdurchmesser passt auf den Rollenbock?
Die gerade Walze ist für Rohre bis DA 315 mm Außendurchmesser ausgelegt. Bei Rohren ab DA 400 lohnt sich der Wechsel auf den Rollenbock bis DN 650 – größere Auflagefläche und 1.000 kg Tragkraft.
Wie viele Rollenböcke brauche ich für einen 200 m langen Strang?
Bei einem Achsabstand von 6 bis 10 m sind 20 bis 35 Böcke realistisch. Wir empfehlen, mit dem oberen Wert zu rechnen – ein Bock zu viel ist schnell beiseitegestellt, ein Bock zu wenig führt zum Durchhängen des Strangs und im schlimmsten Fall zu Mantelbeschädigungen.
Eignet sich der Rollenbock auch für PE-, PP- oder FBE-beschichtete Stahlrohre?
Bedingt. Die Stahlwalze ist robust und hitzebeständig, kann aber bei dauerhafter Belastung den empfindlichen Außenmantel beschichteter Rohre markieren. Für solche Rohre empfehlen wir den Rollenbock mit Polyurethan-Walze – die PU-Beschichtung schont die Außenhaut und nimmt Vibrationen aus dem Strang.
Kann ich das Rohr auf dem Rollenbock um die eigene Achse drehen?
Nein. Der Rollenbock ist zum Verschieben in Längsrichtung gebaut und zum Ziehen von Strängen, nicht zum Rotieren des Rohres um die eigene Achse. Wer für umlaufende Rundnähte das Rohr drehen möchte, braucht eine Drehvorrichtung beziehungsweise einen Schweißrollenbock – das ist eine andere Geräteklasse.
Was bedeutet „festigkeitsgeprüft" konkret?
Die angegebene Tragkraft von 300 kg ist nicht aus Erfahrungswerten abgeleitet, sondern in einer mechanischen Festigkeitsprüfung an der Konstruktion ermittelt worden. Auf der Baustelle bedeutet das: Sie können den Wert ohne weitere Sicherheitsabschläge ansetzen, solange die Last gleichmäßig auf der Walze aufliegt.
Kann der Rollenbock dauerhaft draußen stehen?
Ja. Der feuerverzinkte Stahlrahmen und die abgedichteten Kugellager sind für Außeneinsatz ausgelegt. Wir empfehlen, die Walze nach längerer Standzeit kurz von Hand zu drehen und zu prüfen, ob sie frei läuft, bevor schwere Lasten aufgelegt werden.
Lässt sich der Rollenbock auf weichem Boden einsetzen?
Das integrierte Bodenblech verteilt das Gewicht auf eine größere Fläche und verhindert das Einsinken auf weichem Untergrund – Lehm nach Regen, lockerer Sand, frisch verfüllter Graben. Bei sehr nassem Untergrund empfehlen wir trotzdem, eine Bohle oder ein Brett unterzulegen, damit der Bock auch bei seitlichem Schub stabil bleibt.
Kann ich den Rollenbock auch zum Kabelziehen verwenden?
Ja. Die breite, glatte Walze führt Kabel und Leitungen reibungsarm – egal ob beim Abrollen vom Kabeltrommel-Ständer oder beim Einziehen in ein Leerrohr. Die 300 kg Tragkraft sind für die meisten Versorgungs- und Mittelspannungskabel mehr als ausreichend.
Wann nehme ich die gerade Walze, wann die V-Form?
Beide Varianten werden zum Verschieben und Ziehen genutzt. Die gerade Walze hat ihre Stärke beim Strangtransport über lange Strecken – das Rohr läuft schnell auf der breiten Auflage. Die V-Form wird gewählt, wenn das Rohr in einer Position bleiben soll, ohne dass es seitlich abrollt – etwa beim Auflegen an der Schweißmaschine oder beim Anschließen.
Liefern Sie ins Ausland?
Ja. Wir liefern in das gesamte EU-Gebiet sowie in die Schweiz und nach Norwegen. Versandkosten und Lieferzeiten in das jeweilige Zielland erhalten Sie auf Anfrage – am schnellsten geht das telefonisch oder per E-Mail.
Hinweis: Bei Strangverlegungen, größeren Mengen für laufende Projekte oder kombinierten Bestellungen mit
Verlegegeräten für Muffenrohre können wir individuelle Konditionen anbieten. Sprechen Sie uns an – Frank Abraham, Telefon +49 341 91 87 77 38.