Rohrheberolle – die Aushebehilfe an der Stumpfschweißmaschine
Wer regelmäßig PE-Rohre stumpfschweißt, kennt den Vorgang: Vor jeder Schweißung müssen die zwei Rohrenden so positioniert werden, dass sie auf gleicher Höhe in die Hobel- und Schweißeinheit der Maschine laufen. Bei DN-110-Rohr funktioniert das noch von Hand. Bei DN 250 mit voller Wandstärke ist das jedes Mal ein Bückakt, der bei mehreren Schweißungen pro Tag auf den Rücken geht. Die Rohrheberolle ist genau dafür gebaut: Sie wird links und rechts neben der Stumpfschweißmaschine positioniert, hebt das Rohr auf die richtige Höhe und lässt es über eine kugelgelagerte Walze in die Maschine gleiten.
Lieferung als Paar – eine Heberolle für die linke, eine für die rechte Seite der Schweißmaschine. Damit ist eine Stumpfschweißanlage mit genau einem Set komplett ausgestattet; mehr braucht es pro Maschine nicht.
Hinweis: Die Rohrheberolle ist eine Aushebevorrichtung, kein Strang-Rollenbock. Das Rohr wird auf der Walze in die Schweißmaschine längsverschoben — ein Drehen des Rohres um die eigene Achse ist mit dieser Bauform nicht vorgesehen und für die Schweiß-Anwendung auch nicht erforderlich. Wer Rohre für umlaufende Rundnähte drehen muss, braucht einen Schweißrollenbock; das ist eine andere Geräteklasse.
Was die Rohrheberolle leistet – und was nicht
Aushebe- und Übergabefunktion an der Schweißmaschine
Die zwei Heberollen werden links und rechts neben der Stumpfschweißmaschine aufgestellt. Auf jeder Rolle liegt ein Rohrende – das linke Rohr links, das rechte Rohr rechts. Die Rolle hebt das Rohr auf die Arbeitshöhe der Schweißmaschine und ermöglicht durch ihre kugelgelagerte Walze, dass das Rohr ohne Kraftaufwand in die Maschine gezogen wird. In Kombination mit Strang-Rollenböcken davor und dahinter läuft das ganze Rohr oder der ganze Rohrstrang sauber durch die Schweißanlage.
Was sie nicht ist: ein Strang-Rollenbock
Die Rohrheberolle ersetzt keinen Strang-Rollenbock. Sie ist auf den Punkt der Übergabe an die Schweißmaschine ausgelegt – mit höherer Bauform, anderer Walzen-Geometrie und einer Tragkraft, die für ein einzelnes Rohrende dimensioniert ist. Für die Verlegung des Stranges davor und danach kommen die regulären Rollenböcke aus dem Sortiment zum Einsatz, je nach Rohrgröße der DA-315-, DN-650- oder DN-900-Klasse.
Achtung – Anwendungsgrenze: Die Rohrheberolle ist nicht für Strangverlegung über lange Trassen gedacht. Wer einen ganzen Rohrstrang ablegen, ausrichten oder verschieben will, ist mit den passenden
Rollenböcken der jeweiligen Größenklasse besser bedient. Die Heberolle gehört direkt an die Schweißmaschine – nicht in den Graben, nicht auf die Trasse.
Warum als Paar – und warum nur eines pro Maschine
Die Stumpfschweiß-Logik: links + rechts
Beim Stumpfschweißen werden zwei Rohre verbunden – das eine kommt von links in die Maschine, das andere von rechts. Beide müssen exakt auf gleicher Höhe sein, damit die Schweißnaht sauber wird. Eine einzelne Heberolle würde nur eine Seite versorgen; die andere Seite bliebe per Hand zu heben. Genau deshalb ist die Lieferung als Paar nicht eine Verkaufslogik, sondern eine Funktionslogik: Eins links, eins rechts – ein Rohr pro Heberolle.
Pro Stumpfschweißanlage genau ein Set
Anders als bei den Rollenböcken, von denen für eine Strangverlegung 25 oder 50 Stück gebraucht werden, ist bei der Rohrheberolle die Mengenlogik klar: Pro Stumpfschweißmaschine wird genau ein Set benötigt. Wer zwei Schweißanlagen parallel betreibt, braucht zwei Sets. Wer nur eine Anlage hat, kommt mit einem Paar aus – auch über Jahre und viele tausend Schweißungen hinweg.
Tipp – Rückenschonung: Wer in einem viel-schweißenden Betrieb arbeitet, hebt sich ohne diese Heberolle Rohr für Rohr kaputt. Bei zwanzig Schweißungen am Tag werden vierzig Rohrenden positioniert – jedes Mal Bücken, Heben, Ausrichten. Die Rohrheberolle übernimmt diesen Hebevorgang. Das schont nicht nur den Rücken der Schweißer, sondern beschleunigt auch jede einzelne Schweißung – das Rohr ist in Sekunden auf Position, statt es jedes Mal mühsam unterzuschieben. Eine einmalige Anschaffung, die sich pro Schweißanlage sofort bezahlt macht.
Verarbeitung im Detail
Walze mit Ø 108 mm, kugelgelagert
Die Walze hat einen Durchmesser von 108 mm – deutlich mehr als die 50-mm-Walze der Standard-Rollenböcke der DN-650-Klasse. Der größere Durchmesser ist hier absichtlich gewählt: Er verteilt das Rohrgewicht auf eine größere Auflagefläche und sorgt dafür, dass das Rohr beim Übergang in die Schweißmaschine nicht punktuell belastet oder markiert wird. Die kugelgelagerte Lagerung ermöglicht, dass das Rohr mit einem leichten Schub in die Maschine gleitet – auch ein 200-kg-Rohrende lässt sich so von einer Person bewegen.
Tragkraft 200 kg pro Heberolle
Jede der beiden Heberollen trägt bis zu 200 kg – das entspricht dem Gewicht eines DN-250-Rohrs in vernünftiger Länge. Das Paar trägt damit zwei separate Rohrenden, je 200 kg. Die Tragkraft ist nicht auf das Paar zu rechnen, sondern gilt pro Rolle – das ist wichtig für die Auslegung, falls jemand ein besonders langes oder dickwandiges PE-Rohr auf einer Heberolle ablegen will.
Verzinkter Rahmen, kompakte Maße
Der Rahmen ist aus Stahl gebaut und feuerverzinkt. Maße ca. 450 × 340 × 320 mm pro Stück – kompakt genug, um neben einer Stumpfschweißmaschine ohne Platzproblem aufgestellt zu werden, hoch genug, um das Rohr auf Maschinen-Höhe zu bringen. Eigengewicht ca. 5,5 kg pro Stück – das Paar wiegt zusammen rund 11 kg, leicht zu transportieren und schnell aufgestellt.
Geeignet für PE-Rohre bis DN 250
Die Walzen-Geometrie ist auf PE-Rohre bis DN 250 ausgelegt. Bei kleineren Rohren (z. B. DN 110, DN 160) liegt das Rohr ebenfalls problemlos auf der Walze. Bei größeren Rohren über DN 250 ist die Tragkraft nicht mehr ausreichend, und die Walzen-Auflage wird zu schmal — dann wechseln Sie auf einen Strang-Rollenbock der nächsten Größenklasse, der das Rohr näher an der Schweißmaschine positioniert.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Lieferumfang |
1 Paar = 2 Stück (linke + rechte Heberolle) |
| Anwendung |
Aushebehilfe an der Stumpfschweißmaschine |
| Geeignet für Rohr-Außendurchmesser |
bis DN 250 |
| Tragkraft |
200 kg pro Heberolle (= pro Rohrende) |
| Walzendurchmesser |
Ø 108 mm |
| Lagerung |
Kugellager, staub- und schmutzgeschützt |
| Maße je Stück (L × B × H) |
ca. 450 × 340 × 320 mm |
| Eigengewicht je Stück |
ca. 5,5 kg |
| Eigengewicht Paar |
ca. 11 kg |
| Rahmen |
Stahl, feuerverzinkt |
| Bewegungsrichtung |
Längsverschieben in die Maschine (kein Drehen um die Rohrachse) |
| Mengen-Empfehlung |
1 Set pro Stumpfschweißanlage |
Setup an der Schweißanlage
Aufstellung
Die linke Heberolle wird wenige Meter links neben der Stumpfschweißmaschine positioniert, auf gleicher Höhenlinie. Die rechte Heberolle entsprechend rechts. Der genaue Abstand richtet sich nach der Länge der Rohrenden, die geschweißt werden – grob ein bis zwei Meter pro Seite ist üblich.
Zusammenspiel mit Strang-Rollenböcken
Bei längeren Rohren oder beim Verschweißen von Stangenmaterial kommen weitere Rollenböcke ins Spiel, die das Rohr außerhalb der Schweißzone tragen. Beispiel-Setup für einen Strang aus DN-250-Rohr: zwei Rollenböcke DA 315 oder DA 315 V pro Seite, dazwischen die Rohrheberolle direkt an der Maschine. Bei größeren Rohren wechseln Sie auf die DN-650-Klasse.
Setup-Zeit
Das Aufstellen des Heberollen-Paares dauert weniger als eine Minute pro Schweißanlage – einmal positioniert, bleiben sie über die gesamte Schweißsession stehen. Beim Wechsel auf eine andere Baustelle wird das Paar mitgenommen, jede Heberolle wiegt nur 5,5 kg – kein Hubmittel, kein zweiter Mann.
Typische Einsatzbereiche
- Aushebehilfe an Stumpfschweißmaschinen für PE-Rohre bis DN 250
- Werkstatt-Vormontage von PE-Rohrleitungen
- Mobile Schweißeinheiten auf Baustellen
- Schweißanlagen mit hohem Schweißungs-Durchsatz, bei denen das händische Heben den Schweißer auslaugt
- Vormontage von Rohrleitungs-Baugruppen mit häufigen Schweißungen
Hinweis – Komplettausstattung: Wer eine Stumpfschweißanlage komplett ausstattet, kombiniert die Rohrheberolle mit der passenden
Stumpfschweißmaschine, einem
Rohrschälgerät für die Vorbereitung und einem
Wulstentferner für die Nachbearbeitung der Schweißnaht. Für den Strang davor und danach kommen die
Rollenböcke in der passenden Größenklasse zum Einsatz.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Rohrheberolle und einem Rollenbock?
Die Rohrheberolle ist eine Aushebevorrichtung, die direkt neben der Stumpfschweißmaschine eingesetzt wird. Sie hebt das Rohr auf die Arbeitshöhe der Maschine und ermöglicht das Einziehen über die Walze. Ein Rollenbock dagegen dient der Strangverlegung über lange Trassen – er trägt das Rohr im Verlauf, nicht punktuell an der Maschine. Beide Werkzeuge ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.
Warum wird die Rohrheberolle als Paar verkauft?
Beim Stumpfschweißen werden zwei Rohre verbunden – eines kommt von links in die Maschine, eines von rechts. Beide müssen auf gleicher Höhe sein. Eine einzelne Heberolle würde nur eine Seite versorgen; die andere Seite bliebe per Hand zu heben. Deshalb ist die Lieferung als Paar funktional zwingend: eine Heberolle pro Rohrende.
Wie viele Sets brauche ich für meine Werkstatt?
Pro Stumpfschweißanlage ein Set. Wer eine Schweißmaschine betreibt, kommt mit einem Paar aus – auch über Jahre und viele tausend Schweißungen. Wer zwei oder mehr Anlagen parallel betreibt, braucht entsprechend mehr Sets. Anders als bei den Rollenböcken (die in größeren Mengen auf einer Trasse zum Einsatz kommen) ist die Mengenlogik bei der Heberolle einfach: ein Set pro Maschine.
Kann ich das Rohr auf der Heberolle drehen?
Nein. Die Heberolle ist zum Längsverschieben des Rohres in die Schweißmaschine gebaut. Ein Drehen des Rohres um die eigene Achse ist mit dieser Bauform nicht vorgesehen und für die Stumpfschweiß-Anwendung auch nicht erforderlich. Wer Rohre für umlaufende Rundnähte drehen muss, braucht eine Drehvorrichtung beziehungsweise einen Schweißrollenbock – das ist eine andere Geräteklasse.
Eignet sich die Rohrheberolle auch zur Strangverlegung?
Nein. Die Heberolle ist auf den Punkt der Übergabe an die Schweißmaschine ausgelegt – mit höherer Bauform und einer Tragkraft, die für ein einzelnes Rohrende dimensioniert ist. Für die Verlegung des Stranges davor und danach kommen die regulären Rollenböcke aus dem Sortiment zum Einsatz – je nach Rohrgröße der DA-315-, DN-650- oder DN-900-Klasse.
Welche Rohrgrößen passen auf die Heberolle?
Die Walzen-Geometrie ist auf PE-Rohre bis DN 250 ausgelegt. Kleinere Rohre (DN 110, DN 160, DN 200) liegen ebenfalls problemlos auf. Bei größeren Rohren über DN 250 ist die Tragkraft nicht mehr ausreichend und die Walzen-Auflage zu schmal — dann sollte ein Strang-Rollenbock der nächsten Größenklasse näher an der Schweißmaschine positioniert werden.
Wie schwer ist die Heberolle und wie wird sie transportiert?
Eine einzelne Heberolle wiegt ca. 5,5 kg; das Paar zusammen rund 11 kg. Damit lässt sich das Set problemlos von einer Person zur Baustelle und zurück tragen, im Pritschenwagen verstauen und schnell aufstellen. Kein Hubmittel, kein zweiter Mann nötig.
Wie viel Tragkraft hat eine Heberolle wirklich?
200 kg pro Heberolle, also pro Rohrende. Das ist nicht die Tragkraft des Paares, sondern jeder einzelnen Rolle. Eine Heberolle trägt damit ein DN-250-Rohr in vernünftiger Länge ohne Reserve-Probleme. Bei besonders langen oder dickwandigen Rohren empfiehlt sich, die Tragkraft konkret zu rechnen, bevor das Rohr aufgelegt wird.
Liefern Sie ins Ausland?
Lieferung innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Lieferungen in andere EU-/EWR-Staaten sind auf Anfrage möglich; bitte sprechen Sie uns an.
Hinweis: Wer mehrere Stumpfschweißanlagen parallel ausrüstet oder die Rohrheberolle in Kombination mit einer
Stumpfschweißmaschine bestellt, kann uns für individuelle Konditionen ansprechen. Frank Abraham, Telefon +49 341 91 87 77 38.