Die kompakte 500-kg-Klasse für Rohre bis DN 650
Der Rollenbock bis DN 650 mit 500 kg Tragkraft ist die kompakte Variante im mittleren Durchmesser-Bereich. Mit einem Eigengewicht von rund 7 kg lässt er sich vom Vorarbeiter allein tragen und versetzen – auch wenn auf einer Baustelle zwanzig Stück hin und her wandern. Wer mit Rohren bis DN 650 arbeitet, aber nicht regelmäßig an die 1.000-kg-Grenze stößt, fährt mit dieser Klasse genau richtig.
Eine kugelgelagerte Stahlwalze von 180 mm Länge und 50 mm Durchmesser nimmt das Rohr auf, ein verzinkter Stahlrahmen sorgt für den Halt im Erdkontakt und auf der Baustelle. Die Bauform ist niedrig, robust und so direkt, wie sie aussieht – ohne Spielereien, ohne Kompromisse beim Material.
Hinweis: Der Rollenbock ist zum Verschieben von Rohren in Längsrichtung und zum Ziehen von Rohrsträngen gebaut. Ein Drehen des Rohres um die eigene Achse – etwa für umlaufende Rundnähte – ist mit dieser Bauform nicht vorgesehen. Wer ein Rohr drehen muss, braucht einen Schweißrollenbock; das ist eine andere Geräteklasse.
Wann lohnt sich die 500-kg-Klasse?
Für leichte und mittlere Rohre bis DN 650
Ein PE-Rohr DN 400 SDR 17 wiegt rund 25 kg pro Meter, ein PE-Rohr DN 500 SDR 17 etwa 38 kg pro Meter. Selbst bei einem 12-m-Stück liegt das Einzelrohr deutlich unter den 500 kg Tragkraft. Damit ist diese Klasse für die meisten typischen Versorgungsleitungen, Druckleitungen und Hausanschluss-Strecken ausreichend dimensioniert.
Für Trupps, die viel versetzen müssen
Mit 7 kg Eigengewicht ist der Bock fast die Hälfte leichter als die robustere 1.000-kg-Variante. Auf Baustellen, wo der Strang stückweise vorrückt und die Böcke entsprechend mitwandern, summiert sich das schnell – beim hundertsten Versetzen merkt der Vorarbeiter den Unterschied im Rücken.
Tipp: Wer überwiegend mit dünnwandigen oder kurzen Rohrabschnitten arbeitet (Hausanschluss, kleinere Versorgungsleitung, Sanierungsabschnitte), ist mit der 500-kg-Klasse gut bedient. Erst bei dickwandigen Rohren, langen Stahlrohrsträngen oder bei häufigem Erdnagel-Einsatz lohnt sich der Wechsel auf die
1.000-kg-Variante.
Für gelegentliche Großbaustellen, nicht für den Dauereinsatz im Schwerlastbereich
Die 500-kg-Klasse ist bewusst nicht für den dauerhaften Schwerlast-Einsatz gebaut. Wer regelmäßig Stahlrohre, dickwandige PE-Rohre über 12 m oder Stränge im oberen Lastbereich bewegt, sollte zur 1.000-kg-Klasse greifen – die hat dickwandigeren Stahl, eine stabilere Walzenführung und ist für den Dauerbetrieb auf Schwerlast ausgelegt.
Verarbeitung im Detail
Verzinkter Stahlrahmen
Der Rahmen ist aus Stahl gebaut und feuerverzinkt – nicht lackiert, nicht beschichtet, sondern in der Zinkschicht, die im Erdkontakt, im Regen und im Matsch standhält. Das ist auf der Baustelle die Lebensversicherung des Bocks: Eine Lackbeschichtung wäre nach drei Monaten durchgescheuert, die Verzinkung hält Jahre.
Walze 180 mm × Ø 50 mm
Die Walze ist 180 mm lang und hat einen Durchmesser von rund 50 mm. Damit liegt das Rohr auf einer breiten, durchgehenden Auflage – das Rohr läuft schnell, und der Bock kommt bei kürzeren Verlegestrecken auch ohne weitere Sicherung gegen seitliches Wegrollen aus.
Kugellager, staub- und schmutzgeschützt
Die Walze läuft auf staub- und schmutzgeschützten Kugellagern. Wer schon einmal erlebt hat, wie ein günstiger Rollenbock nach zwei Wochen Baustelle quietscht, weil der Sand ins Lager gezogen ist, weiß: Eine Lager-Abdichtung ist auf der Baustelle kein Komfort, sondern Voraussetzung. Das Rohr läuft leicht, auch wenn der Bock einmal länger im Graben gelegen hat.
7 kg Eigengewicht – allein zu versetzen
Mit 7 kg ist der Bock leicht genug, um vom Vorarbeiter mit einer Hand getragen zu werden. Auf einem Pritschenwagen passen 30 bis 40 Stück auf eine Ecke, auf der Baustelle wandern sie ohne Hubmittel mit dem Strang.
Achtung: Für PE-, PP- oder FBE-beschichtete Stahlrohre ist eine Stahlwalze nicht die erste Wahl, weil sie den empfindlichen Außenmantel auf Dauer markieren kann. In diesen Fällen empfehlen wir den
Rollenbock mit Polyurethan-Walze bis DN 650 – schont die Beschichtung und nimmt Vibrationen aus dem Strang.
Drei Anwendungen, ein Bock
Rohrleitungsbau – der Schwerpunkt
Vormontage von PE-Rohrsträngen bis DN 650, Verschieben an die Heizelement-Stumpfschweißmaschine, Ausrichten vor dem Einlassen in den Graben. Bei einem Strang werden mehrere Böcke in Reihe gestellt, das Rohr läuft sauber und ohne Bodenkontakt.
Kabel- und Leitungsverlegung
Die breite Walze führt auch dickere Kabel und Leerrohre reibungsarm. Beim Abrollen vom Trommelständer und beim Einziehen ins Bohrloch oder in das vorgelegte Schutzrohr bleibt der Mantel sauber – keine Steine, keine Grabenkanten zwischen Material und Auflage.
HDD-Strangverlegung
Beim Spülbohrverfahren wird der vorgeschweißte PE-Strang in einer Reihe auf dem Boden gelagert und in das Bohrloch eingezogen. Die 500-kg-Klasse ist hier für mittelschwere Stränge die richtige Wahl – etwa bei DN 400 oder DN 500 in moderaten Längen. Bei größeren Strang-Gewichten oder dickwandigen Rohren ist die 1.000-kg-Klasse die sicherere Wahl.
Tipp: Bei einer Strangverlegung sollten die Böcke im Abstand von 6 bis 10 m stehen. Engere Abstände bringen wenig zusätzlichen Nutzen, größere Abstände führen dazu, dass das Rohr zwischen den Böcken durchhängt und am Boden schleift.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Geeignet für Rohr-Außendurchmesser |
bis DN 650 |
| Tragkraft |
500 kg |
| Walze – Länge |
180 mm |
| Walze – Durchmesser |
ca. 50 mm |
| Walzen-Material |
Stahlrohr, kugelgelagert |
| Lagerung |
Kugellager, staub- und schmutzgeschützt |
| Maße (L × B × H) |
ca. 400 × 520 × 240 mm |
| Eigengewicht |
ca. 7 kg |
| Rahmen |
Stahl, feuerverzinkt |
| Bewegungsrichtung |
Längsverschieben, Strangziehen (kein Drehen um die Rohrachse) |
| Einsatzbereich |
Rohrleitungsbau, Kabelverlegung, HDD-Strangverlegung (mittlere Lastklasse) |
Typische Einsatzbereiche
- Verschieben von PE-Rohren DN 400 bis DN 650 an die Stumpfschweißmaschine
- Vormontage und Ausrichten leichter bis mittelschwerer Stränge
- HDD-Strangverlegung mit moderatem Strang-Gewicht
- Hausanschluss- und Sanierungsabschnitte mit häufig wechselnden Einsatzorten
- Abrollen und Einziehen dickerer Kabel und Leerrohre
- Lager- und Pufferplatz an Schweißmaschinen, Schälgeräten und Wulstentfernern
Im Vergleich: die drei DN-650-Modelle
Im DN-650-Bereich gibt es drei Varianten – die kompakte 500-kg-Klasse (dieses Modell), die robustere 1.000-kg-Variante und die Polyurethan-Ausführung für beschichtete Rohre. Die Wahl hängt vom Rohr-Gewicht, vom Untergrund und vom Walzenmaterial ab, das zur Rohrart passt.
| Eigenschaft |
DN 650
500 kg (dieses Modell)
|
DN 650
1.000 kg
|
DN 650
1.000 kg PU
|
| Tragkraft |
500 kg |
1.000 kg |
1.000 kg |
| Eigengewicht |
ca. 7 kg |
ca. 14 kg |
ca. 14,7 kg |
| Walzen-Material |
Stahl, verzinkt |
Stahl, dickwandig |
Polyurethan |
| Walze (Länge × Ø) |
180 × Ø 50 mm |
180 × Ø 50 mm |
180 × Ø 50 mm |
| Erdnagel-Bohrungen |
nein |
ja |
ja |
| Schont beschichtete Rohre |
nein |
nein |
✓ |
| Häufiges Versetzen |
✓ |
möglich |
möglich |
| Schwerlast, ortsfest auf Baustelle |
bedingt |
✓ |
✓ |
| PE-Rohr Standardwandstärke |
✓ |
✓ |
✓ |
| Stahlrohr, dickwandig |
nicht empfohlen |
✓ |
✓ |
| Beschichtete Rohre (PE-/PP-/FBE) |
bedingt |
bedingt |
✓ |
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aktuelles Modell |
Zur Variante → |
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Tipp: Wer auf einer Baustelle sowohl leichte Versorgungsleitungen als auch dickwandige Rohre bewegt, hat üblicherweise zwei der drei Varianten im Pritschenwagen. Diese kompakte 500-kg-Variante für die häufigen Versorgungsleitungen, die
1.000-kg-Variante für dickwandige Rohre und längere Schwerlast-Stränge. Bei beschichteten Rohren ergänzt die
PU-Variante das Set.
Alle Rollenböcke im Überblick
Häufige Fragen
Welche Rohrgrößen passen auf den Rollenbock?
Die Walze ist 180 mm lang und nimmt Rohre bis DN 650 sicher auf. Bei kleineren Rohren (z. B. DN 200 oder DN 315) liegt das Rohr ebenfalls problemlos auf der breiten Walze. Bei Rohren ab DN 700 ist die nächste Klasse Rollenbock bis DN 900 die richtige Wahl.
Wann reicht die 500-kg-Klasse, wann brauche ich die 1.000-kg-Variante?
Bei PE-Rohren der Standardwandstärken bis DN 500 reicht die 500-kg-Klasse für nahezu alle Anwendungen aus. Bei dickwandigen Rohren ab DN 600, bei langen Stahlrohrsträngen oder beim regelmäßigen Schwerlast-Einsatz ist die 1.000-kg-Variante die sicherere Wahl.
Kann ich das Rohr auf dem Rollenbock um die eigene Achse drehen?
Nein. Der Rollenbock ist zum Verschieben in Längsrichtung gebaut und zum Ziehen von Strängen, nicht zum Rotieren des Rohres um die eigene Achse. Wer für umlaufende Rundnähte das Rohr drehen möchte, braucht eine Drehvorrichtung beziehungsweise einen Schweißrollenbock – das ist eine andere Geräteklasse.
Eignet sich der Rollenbock auch für PE-, PP- oder FBE-beschichtete Stahlrohre?
Bedingt. Die Stahlwalze ist robust, kann aber bei dauerhafter Belastung den empfindlichen Außenmantel beschichteter Rohre markieren. Für solche Rohre empfehlen wir den Rollenbock mit Polyurethan-Walze – die PU-Beschichtung schont die Außenhaut und nimmt Vibrationen aus dem Strang.
Wie viele Rollenböcke brauche ich für einen 200 m langen Strang?
Bei einem Achsabstand von 6 bis 10 m sind 20 bis 35 Böcke realistisch. Wir empfehlen, mit dem oberen Wert zu rechnen – ein Bock zu viel ist schnell beiseitegestellt, ein Bock zu wenig führt zum Durchhängen des Strangs und im schlimmsten Fall zu Mantelbeschädigungen.
Sind die Kugellager für den Außeneinsatz geeignet?
Ja. Die Kugellager sind staub- und schmutzgeschützt ausgeführt – auf der Baustelle die wichtigste Eigenschaft. Sand und Grabenstaub bleiben außen, das Lager läuft auch nach Wochen im Pritschenwagen leicht. Wir empfehlen trotzdem, die Walze nach längerer Standzeit kurz von Hand zu drehen, bevor schwere Lasten aufgelegt werden.
Lässt sich der Rollenbock auf weichem Boden einsetzen?
Auf festem Untergrund läuft er ohne Zusatzmaßnahmen. Auf weichem Untergrund – Lehm nach Regen, lockerer Sand, frisch verfüllter Graben – empfehlen wir, eine Bohle oder ein Brett unterzulegen, damit der Bock auch bei seitlichem Schub stabil bleibt. Die 500-kg-Klasse hat keine Erdnagel-Bohrungen wie die 1.000-kg-Variante, deshalb ist die Standsicherheit hier durch die Untergrund-Vorbereitung zu gewährleisten.
Kann ich den Rollenbock auch zum Kabelziehen verwenden?
Ja. Die breite Walze führt Kabel und Leitungen reibungsarm – egal ob beim Abrollen vom Kabeltrommel-Ständer oder beim Einziehen in ein Leerrohr. Die 500 kg Tragkraft sind für Versorgungs- und Mittelspannungskabel mehr als ausreichend.
Kann der Rollenbock dauerhaft draußen stehen?
Ja. Der feuerverzinkte Stahlrahmen und die abgedichteten Kugellager sind für Außeneinsatz ausgelegt. Auch nach Wintern auf der Baustelle bleibt die Funktion erhalten – die Zinkschicht ist die zuverlässigere Lösung als jede Lackbeschichtung.
Liefern Sie ins Ausland?
Ja. Wir liefern in das gesamte EU-Gebiet sowie in die Schweiz und nach Norwegen. Versandkosten und Lieferzeiten in das jeweilige Zielland erhalten Sie auf Anfrage – am schnellsten geht das telefonisch oder per E-Mail.
Hinweis: Bei Strangverlegungen oder größeren Mengen für laufende Projekte können wir individuelle Konditionen anbieten. Sprechen Sie uns an – Frank Abraham, Telefon +49 341 91 87 77 38.